In Hochwassergebieten wird es teuer

29.08.2019
Starkregen kann fast überall in Deutschland auftreten und Gebäudeschäden verursachen. Doch viele, die in Fluss- oder Küstennähe wohnen, müssen häufiger mit Wasser im Haus rechnen. Das hat Folgen für den Versicherungsschutz.
Keine Chance gegen die Wassermassen: Hochwasser kann in Häusern erhbeliche Schäden hinterlassen. Foto: Silas Stein/dpa-tmn
Keine Chance gegen die Wassermassen: Hochwasser kann in Häusern erhbeliche Schäden hinterlassen. Foto: Silas Stein/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - In Deutschland wird immer öfter und heftiger Land überschwemmt. Der Klimawandel wird Hochwasser künftig verstärken, wie eine Studie unter Leitung der Technischen Universität Wien zeigt.

Gegen Schäden wegen Überflutung sind jedoch laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft nur 43 Prozent der Häuser versichert. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum rät, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen oder eine bestehende Gebäudeversicherung zu erweitern.

Wie teuer dies ist, hängt vor allem vom Standort ab: Vier Gefährdungsklassen gibt es laut dem Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS). Danach richtet sich die Höhe der Prämie. Für Gebäude in Klasse 1 wird die geringste Gefährdung angenommen: Statistisch ist hier seltener als einmal pro 200 Jahre mit einem Hochwasser zu rechnen. Bei Klasse 4 ist es dagegen einmal pro zehn Jahre. Hier kann die Police teuer werden. Wohnen im Eigentum rät, Versicherungen zu vergleichen.

Klassische Gebäudeversicherungen decken neben den Risikofaktoren Feuer, Sturm und Hagel nur Leitungswasser ab. Starkregen und Überschwemmungen sind ausgenommen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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