Heute reichen niedrigere Temperaturen beim Waschen

18.03.2019
Zu Omas Zeiten wurde Kochwäsche tatsächlich gekocht. Viele moderne Waschmaschinen bieten jedoch gar kein 90 bis 95 Grad-Programm mehr an. Laut Experten ist das auch nicht nötig.
Weiße Unterwäsche und weiße Handtücher: Das war zu Omas Zeiten die typische Kochwäsche. Heute haben viele Waschmaschinen gar kein 90 bis 95 Grad-Programm mehr. Foto: Roland Weihrauch
Weiße Unterwäsche und weiße Handtücher: Das war zu Omas Zeiten die typische Kochwäsche. Heute haben viele Waschmaschinen gar kein 90 bis 95 Grad-Programm mehr. Foto: Roland Weihrauch

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Kochwäsche gibt es eigentlich nicht mehr. Der Begriff stammt aus Zeiten, in denen bestimmte Textilien mit kochend heißem Wasser gewaschen wurden, um sie hygienisch rein zu bekommen.

Heute stehen dafür die Programme mit 90 bis 95 Grad Wassertemperatur - wobei nicht mehr jede Waschmaschine diese hat. Das ist auch nicht nötig: Die Waschmittel sind inzwischen so gut und die Waschmaschinen so ausgereift, dass sie das auch bei wesentlich niedrigeren Temperaturen schaffen.

Normale Wäsche lässt sich gut bei 30 oder 40 Grad säubern. Lediglich Spüllappen und -schwämme, Geschirrtücher und die Bettwäsche von Hausstaub-Allergikern sollten bei 60 Grad gewaschen werden, erläutert der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).

Für den Fall allerdings, dass Bewohner des Haushalts ansteckend erkrankt sind, schafft laut IKW Kochwäsche die größte Sicherheit. Empfindliche Textilien wie Seide und Wolle, die bei hohen Waschtemperaturen Schaden nehmen, sollten dann mit einem Hygiene-Spüler gereinigt werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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