Hausratversicherung reicht bei Überschwemmungen oft nicht

21.05.2019
50 bis 70 Liter Regen binnen 24 Stunden, Hochwasseralarm, Überschwemmungen: Tief «Axel» hat in vielen Regionen Deutschlands Schäden angerichtet. Wichtigste Frage für Betroffene: Welche Versicherung springt jetzt ein?
Tief «Axel» hat vor allem in Nordrhein-Westfalen Schäden durch Überschwemmungen hinterlassen. Foto: Christian Mathiesen
Tief «Axel» hat vor allem in Nordrhein-Westfalen Schäden durch Überschwemmungen hinterlassen. Foto: Christian Mathiesen

Hamburg (dpa/tmn) - Heftige Regelfälle können für erhebliche Schäden sorgen. Das Problem: Hausrat- und Wohngebäudeversicherung allein reichen nicht aus, um den vollgelaufenen Keller mit den Folgeschäden für Haus und Hausrat abzusichern.

Darauf macht der Bund der Versicherten (BdV) in Hamburg aufmerksam. Dafür ist eine Erweiterung des jeweiligen Versicherungsschutzes auf Naturgefahren nötig.

Die sogenannte Elementarschadenversicherung wird als Ergänzung zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Sie deckt zusätzlich auch Schäden ab, die durch Überschwemmung, Witterungsniederschläge, Rückstau, aber auch Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen oder Vulkanausbruch entstanden sind.

Der Elementarschadenschutz ist in der Regel nur im Paket als Komplettlösung abschließbar. Bei einigen Verträgen ist eine Wartezeit vereinbart. Man sollte sich daher rechtzeitig um einen Einschluss kümmern. Allerdings bekommt nicht jeder, der eine Elementarschadenversicherung braucht, den Schutz auch ohne weiteres.

Viele Versicherer bieten diesen Schutz laut BdV in gefährdeten Gebieten nur gegen hohe Prämien oder hohe Selbstbeteiligungen an. War das Gebäude bereits einmal von einem Elementarschaden betroffen, ist ein neuer Versicherungsvertrag unter Umständen gar nicht zu bekommen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Im Mai 2016 hatte bei einem Unwetter eine gigantische Lawine mit Geröll den Ort zerstört. Solche Schäden ersetzt nur eine Versicherung mit Elementarschadenschutz. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa-tmn Wenn es plötzlich stark regnet: Wer zahlt Schäden am Haus? Naturgewalten wie Starkregen werden häufiger, überschwemmte Keller oder auch ganze Wohnungen ebenfalls. Hausbesitzer können sich aber gegen Elementarschäden versichern. Doch nur wenige tun das.
Überflutete Straßen führen zu überfluteten Kellern. Foto: OsthessenNews/dpa Verhalten bei Überflutung nach Starkregen und Co. Wenn Starkregen oder Wasser von Überschwemmungen ins Haus eindringt, sollten Besitzer Ruhe bewahren und überlegt handeln. Mögliche Schäden sichern Sie am besten in diesen vier Schritten ab.
Überflutete Straßen führen zu überfluteten Kellern. Foto: OsthessenNews Richtiges Verhalten bei einer Überschwemmung im Haus Wenn Starkregen oder Wasser von Überschwemmungen ins Haus eindringt, sollten Besitzer Ruhe bewahren und überlegt handeln. Mögliche Schäden sichern Sie am besten in diesen vier Schritten ab.
Bei Unwetterschäden sollte die Versicherung so schnell wie möglich informiert sein. Foto: Nicolas Armer Versicherung bei Unwetter: Unverzüglich Schäden melden  Das unbeständige Wetter mit Gewittern und starken Regenfällen hält voraussichtlich an und kann auch weiter nach Norden ziehen. Wer von Schäden betroffen ist, sollte seine Versicherung so schnell wie möglich informieren, um den vollen Schutz zu erhalten.