Drei Tipps zum Weltrecyclingtag

18.03.2020
Am 18. März ist Weltrecyclingtag - ein Anlass, um über die Nutzung von wertvollen Ressourcen nachzudenken. In Deutschland wird viel recycelt - aber jeder Einzelne kann es noch besser machen.
Je unbeschadeter Altglas im Container landet, umso leichter lässt es sich später recyceln. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn
Je unbeschadeter Altglas im Container landet, umso leichter lässt es sich später recyceln. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Jeder Einzelne kann in seinem Alltag helfen, das Recycling und die Wiederverwertung von wertvollen Ressourcen zu verbessern. Drei ungewöhnliche Vorschläge:

- Helle oder transparente Verpackungen kaufen

Schwarze oder sehr dunkel eingefärbte Verpackungen aus Kunststoff um Lebensmittel und Güter werden von den Scannern in den Sortieranlagen meist nicht richtig erkannt und können somit nicht recycelt werden, erläutert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Daher gilt der Tipp: Lieber helle Plastikverpackungen bevorzugen, wenn man die Auswahl hat.

- Bio-Plastik nicht in Gelbe oder Grüne Tonne geben

«Kompostierbares» oder «biologisch abbaubares» Plastik ist oft problematisch. Viele Hersteller suggerierten nur, dass diese biologisch abbaubar seien wie Küchenabfälle, erklärt der VKU. Dabei handele es sich jedoch häufig um eine Mogelpackung. Es müsse folglich aufwendig aus Kompostieranlagen gesiebt und dann in den Restmüll gegeben werden.

Und selbst wenn nicht: Oft reichen die Bedingungen in privaten Komposthaufen oder in der Kompostieranlage nicht aus, damit das Bio-Plastik ausreichend schnell verrottet. Auch in den Recyclinganlagen für Plastik fallen die echten Bio-Plastiken heraus: Sie stören den Stoffkreislauf, weil sie eben nicht aus einem klassischen Kunststoff bestehen. Am Ende landen sie auch dann beim normalen Müll.

Was kann man besser machen? Auf Plastik beim Einkauf soweit wie möglich zu verzichten, ist immer noch Tipp Nummer eins.

- Glas sachte in den Container werfen

Dieser Tipp klingt erst mal sonderbar. Aber laut VKU hat es durchaus einen Vorteil, wenn leere Glasflaschen und -behälter nicht beim Wurf in den Container zerbrechen. Denn je unbeschadeter das Glas ist, umso leichter ist es später zu recyceln, so der Verband.

Außerdem sollte man natürlich nach Farben trennen: Also Braunglas in den braunen Container geben, Grünglas in den grünen. Andersfarbige Flaschen etwa in Blau gehören ebenfalls in den Grünglascontainer. Denn im Grünglas können am ehesten andersfarbige Gläser landen, ohne dass dadurch der Recyclingprozess beeinträchtigt wird, erklärt die Initiative der Glasrecycler.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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