Übliche Dämmmaterialien können Fachwerkhäusern schaden

28.03.2019
Auflagen, Denkmalschutz und handwerkliches Können: Wer ein altes Fachwerkhaus dämmen möchte, hat viel zu berücksichtigen. Neben der Art und Weise des Isolierens ist vor allem der richtige Dämmstoff entscheidend.
Die Wände von Fachwerkhäusern wurden oft aus Holzbalken, Lehm und Flechtwerk gefertigt. Diese Materialien kommen mit modernen Dämmstoffen nicht unbedingt klar. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn
Die Wände von Fachwerkhäusern wurden oft aus Holzbalken, Lehm und Flechtwerk gefertigt. Diese Materialien kommen mit modernen Dämmstoffen nicht unbedingt klar. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Stuttgart (dpa) - Die Wände von Fachwerkhäusern bestehen typischerweise aus Holz und Lehm. Diese Materialien transportieren im Vergleich zu modernen Baustoffen eine recht große Menge Feuchtigkeit.

Daher eignen sich für diese alten Gebäude oft nicht herkömmliche Dämmmaterialien wie zum Beispiel Polystyrol oder Mineralwolle. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin. Genutzt werden stattdessen feuchtigkeits- und dampfdurchlässige Dämmstoffe. Beispiele dafür sind Calciumsilikat oder Mineralschaum.

Ein Problem können bei der Dämmung auch die verschiedenen Materialien sein, aus denen die Wände stehen. Außerdem sind diese oft schief. Daher empfehlen die Verbraucherschützer Bauherren, sich vor einer Sanierung beraten zu lassen.

Bei Fachwerkhäusern ist es üblich, die Fassade innen zu dämmen, damit die dekorativen Holzelemente außen erhalten bleiben. Eine Innendämmung sei aber eine komplexe Arbeit, so die Verbraucherzentrale. Werde diese falsch ausgeführt, können sich Schimmel und weitere Pilze bilden. Der Rat: Dafür ausgewiesene Fachbetriebe engagieren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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