Wie Alzheimer-Patienten sicher Zuhause leben

30.07.2019
Sowohl für Pfleger, als auch für Patienten - Alzheimer bringt viele Herausforderungen mit sich. Um Verletzungen vorzubeugen, ist es ratsam, auch die eigenen vier Wände den Bedürfnissen des Erkrankten anzupassen.
Die Nervenkrankheit Alzheimer stellt für Angehörige und Patienten eine starke Veränderung im Leben dar. Foto: Jens Kalaene
Die Nervenkrankheit Alzheimer stellt für Angehörige und Patienten eine starke Veränderung im Leben dar. Foto: Jens Kalaene

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn Alzheimer-Patienten weiterhin zu Hause leben, sollten Angehörige das Umfeld an deren Bedürfnisse anpassen. Dazu gehört unter anderem, dass sie Gefahrenquellen reduzieren. Darauf weist der Verein Alzheimer Forschung Initiative (AFI) hin.

Die Experten raten: Messer, Scheren sowie spitze Gegenstände in der Küche besser wegsperren. Aber auch Stolperfallen wie Teppiche oder Elektrokabel am Boden sollten Angehörige entfernen.

Markierungen - beispielsweise gelbes Klebeband an den Treppenstufen - können die Sicherheit hingegen erhöhen, genauso wie ein zusätzlich montierter Handlauf. Hilfreich ist auch ein Hinweis im Bad und in der Küche, dass das heiße Wasser aus dem rot markierten Wasserhahn kommt.

AFI-Ratgeber: Leben mit Alzheimer


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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