Was sich alles nicht zum Einfrieren eignet

18.10.2021
Es gibt Lebensmittel, die können in der Tiefkühltruhe platzen, andere werden dort lappig oder weich wie Püree. Ernährungsexperten geben einen Überblick, was alles nicht ins Eisfach gehört.
Nicht alle Lebensmittel sind zur Lagerung in der Tiefkühltruhe oder im Tiefkühlschrank geeignet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Nicht alle Lebensmittel sind zur Lagerung in der Tiefkühltruhe oder im Tiefkühlschrank geeignet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Üppige Ernte im eigenen Garten? Zu viel eingekauft oder reichlich gekocht? Als Lösung gegen Lebensmittelverschwendung kommt einem in solchen Situationen meist das rettende Einfrieren in den Sinn. Doch geht das überhaupt mit allen Lebensmitteln?

«Leider nein», erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Die Experten dort haben einige Beispiele zusammengestellt, was alles nicht für die Tiefkühltruhe geeignet ist - und warum das so ist:

• Blattsalate, Radieschen, Rettich und ganze Tomaten: Sie sind nach dem Auftauen nicht mehr knackig, weil ihr hoher Wassergehalt zu einer großen Zellzerstörung beim Gefrieren führt.

• Rohe Kartoffeln: Sie schmecken nach dem Auftauen sehr süß, weil während der Gefrierlagerung Stärke zu Zucker abgebaut wird. Das Zellgewebe wird zerstört, die Konsistenz beim Auftauen wird zu weich.

• Rohe Eier in der Schale: Sie würden in der Tiefkühlung platzen, da sich Eigelb und Eiweiß beim Einfrieren ausdehnen.

• Pudding und gebundene Soßen: Sie werden flüssig, da die Stärke das beim Kochen gebundene Wasser beim Auftauen wieder abgibt.

• Joghurt, saure Sahne und Crème fraîche: Bei diesen Produkten wird die Konsistenz in der Tiefkühlung flockig oder grießig.

Zum Einfrieren von Lebensmitteln sollte generell nur beste Qualität verwendet werden. Lebensmittel tierischen Ursprungs müssen frisch und hygienisch einwandfrei sein, Gemüse und Obst erntefrisch. Am besten für die Tiefkühlung eignen sich Bohnen, Erbsen, Paprika, Rosenkohl, Steinpilze, Tomatenmark, Karotten und verschiedene Kohlarten.

© dpa-infocom, dpa:211018-99-639791/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Tiefkühlkost kennt keine Saison. Himbeeren werden geerntet, wenn sie reif sind - und sofort tiefgefroren. Foto: Franziska Gabbert Tiefkühl-Produkte meist besser als ihr Ruf Tiefkühlkost – egal ob Fertigprodukt oder Selbstgekochtes – hat viele Vorteile. Und sie ist nicht unbedingt schlechter als frische Lebensmittel. Beim Kaufen, Einfrieren und Auftauen gibt es aber einiges zu beachten.
Frostiger Genuss: Eistorten - hier eine Eiskaffe-Torte - erfrischen an heißen Sommertagen und sind auch für Hobbybäcker mit wenig Aufwand zu meistern. Foto: Dr. Oetker Versuchsküche Kühlen statt backen: Eistorten sorgen für Erfrischung Sie erfrischt an heißen Sommertagen und beeindruckt als Dessert: die Eistorte. Doch nicht nur Patissiers können sie schichten. Mit ein paar Tricks bekommen auch Hobbyköche die gefrorene Torte hin.
Wer die Osterfeiertage nicht im Einkaufstrubel verbringen will, sollte seine Besorgungen und Speisen am besten vorher richtig planen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn Entspannt einkaufen und kochen zu Ostern Rund um die Osterfeiertage dürfte es in den Supermärkten wieder voll werden. Wer die Tage entspannt kochen und schlemmen will, plant am besten schon im Vorfeld.
Lange eher verschrien, aber besser als sein Ruf: Tiefkühlkost. Obst oder Gemüse wird meist erntefrisch schockgefrostet und verliert daher wenig Nährstoffe. Foto: Franziska Gabbert Obst und Gemüse: Frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose? Was ist gesünder - die Tiefkühl-Himbeeren aus Deutschland oder die frischen aus Peru? Hat Dosengemüse überhaupt noch Vitamine? Und sollte man mehr Bioware essen? Eine Entscheidungshilfe für den Einkauf.