Nur noch zehn Tage Quarantäne für Kontaktpersonen

24.11.2020
Bei der Corona-Bekämpfung gilt: Ansteckungsverdächtige Personen müssen in Deutschland 14 Tage in häusliche Quarantäne. Schon bald könnten dafür auch zehn Tage ausreichen - wenn ein negatives Testergebnis vorliegt.
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich auf eine neue Quarantäne-Regel verständigt: Künftig sollen zehn Tage ausreichen, wenn der Corona-Test negativ ausfällt. Foto: Marijan Murat/dpa
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich auf eine neue Quarantäne-Regel verständigt: Künftig sollen zehn Tage ausreichen, wenn der Corona-Test negativ ausfällt. Foto: Marijan Murat/dpa

Berlin (dpa) - Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Quarantänezeit von 10 statt bisher 14 Tagen gelten - aber unter der Bedingung eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern.

Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: «Zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende ist genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeutet für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen». Dies sei es wert, die Quarantäne zu verkürzen, ohne ein zusätzliches Risiko einzugehen.

Die fachlichen Empfehlungen des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) für die Gesundheitsämter sollen entsprechend angepasst werden, wie es in dem Länder-Beschluss weiter heißt. Als Kontaktperson ersten Grades gilt zum Beispiel, wer für mehr als 15 Minuten in näherem Kontakt mit weniger als 1,50 Metern Abstand zu positiv Getesteten war.

© dpa-infocom, dpa:201124-99-447669/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die ersten Corona-Impfungen sollen in den kommenden Tagen starten. Zuerst sollen Ältere über 80 sowie Bewohner und Personal in Pflegeheimen zum Zug kommen, daneben Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko. Foto: Friso Gentsch/dpa Wie werden die Corona-Impfungen ablaufen? Nach den Feiertagen beginnen die Impfungen gegen das Coronavirus. Deutschland steht vor einer Mammutaufgabe, um der Corona-Pandemie absehbar Einhalt zu gebieten. Was steht in den kommenden Wochen an?
Im öffentlichen Raum soll es künftig mehr und strengere Maskenpflichten geben - zum Beispiel auch in Fußgängerzonen. Foto: Friso Gentsch/dpa Die neuen Corona-Beschlüsse im Überblick Sperrstunde für die Gastronomie, kleinere private Feiern und Einschränkungen schon ab 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern: Welche neuen Corona-Regeln gelten jetzt - und welche kommen vielleicht?
Nach monatelanger Corona-Pause und den Sommerferien hat der Schulalltag in weiteren Bundesländern wieder begonnen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa Schulstart in drei weiteren Bundesländern Das Experiment Schulstart in Corona-Zeiten geht weiter. Mitten in der Sommerhitze hat in drei weiteren Bundesländern das neue Schuljahr begonnen. Die Debatte, ob die Hygieneregeln an den Schulen ausreichen werden, hält an. Vor allem die Masken-Frage bleibt umstritten.
Bei einer Corona-Epedemie wären zunächst die Behörden der Länder einschließlich der Gesundheitsämter zuständig. Foto: Stefan Puchner/dpa Quarantäne und eingeschränkte Rechte: Was darf der Staat? In Norditalien grassiert das neuartige Coronavirus. Einzelne Nachweise gibt es auch in Deutschland. Mit Blick auf harte Maßnahmen wie abgeriegelte Ortschaften stellt sich auch hierzulande die Frage: Was wäre, wenn...?