Mit starken Regelschmerzen immer zum Arzt gehen

27.03.2019
Bei vielen Frauen verursacht die Monatsblutung Schmerzen. Das ist in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung. Bei extremen Beschwerden gehen Betroffene jedoch besser zum Arzt. Fachmediziner erklären, warum.
Frauen, die sehr schmerzhafte Regelblutungen haben, sollten die Ursache abklären lassen. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Frauen, die sehr schmerzhafte Regelblutungen haben, sollten die Ursache abklären lassen. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Buchholz (dpa/tmn) - Ein gewisses Maß an Regelschmerzen ist normal. Wenn die Monatsblutung jedoch unregelmäßig und so schmerzhaft ist, dass sie die Lebensqualität massiv einschränkt, sollten Frauen zum Arzt gehen.

Solche Beschwerden können ein Hinweis auf die Krankheit Endometriosesein. Darauf weist die Europäische Endometriose Liga (EEL) hin. Von einer Endometriose sprechen Mediziner, wenn sich im Unterleib Gewebe ansiedelt und Schmerzen verursacht.

Es ist der Gebärmutterschleimhaut ähnlich und wächst an den Eierstöcken, an der Gebärmutter oder an den Eileitern. Die Krankheit lässt sich mit Medikamenten oder operativ behandeln. Schmerzhafte Regelblutungen können allerdings auch andere Ursachen haben und ebenfalls ein Fall für den Arzt sein.

Nach aktuellen Schätzungen sind 10 bis 15 Prozent der Frauen im Alter zwischen 15 und 50 in Deutschland an Endometriose erkrankt, erklärt die EEL. Trotzdem sei das Krankheitsbild kaum bekannt. Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose vergehen oft Jahre. Erste Hinweise auf eine Endometriose gibt ein anonymer und kostenloser Online-Selbsttest der EEL.

Endo-Test der EEL


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Manche Frauen sind so stark betroffen, dass sie nicht aus dem Haus gehen können. Foto: Christin Klose Was gegen Regelschmerzen hilft Jeden Monat aufs Neue haben viele Frauen mit starken Schmerzen zu kämpfen. Das sei halt so, hat man ihnen früher gesagt. Heute wissen Ärzte: Dahinter kann eine Krankheit stecken. Und auch gesunde Frauen müssen sich nicht einfach damit abfinden.
Wer Regelschmerzen hat, kann die Beschwerden vielleicht schon mit einer Wärmflasche lindern. Die optimale Temperatur einer Wärmeanwendung liegt bei 40 Grad. Foto: Monique Wüstenhagen Schlimme Tage: Starke Regelschmerzen nicht abtun Monatliche Regelschmerzen nehmen viele Frauen einfach hin. Wenn die Beschwerden einen aber immer wieder richtig aus der Bahn werfen, sollte man zum Arzt gehen. Denn dahinter kann sich eine ernsthafte Erkrankung verstecken.
Frauen mit Endometriose haben häufig ungewöhnlich starke Regelschmerzen. Die Frage ist nur: Was ist ungewöhnlich? Häufig tun Angehörige und Ärzte die Schmerzen der Betroffenen als «ganz normal» ab. Foto: Christin Klose/dpa Endometriose: «Gynäkologische Erkrankungen sind ein Tabu» Endometriose - dieses Wort sagt den meisten nichts. Dabei ist die Erkrankung bei Frauen gar nicht so selten, und sie kann schwerwiegende Folgen haben. Eine Betroffene erzählt, woran man Endometriose erkennt und wie sie lernte, damit zu leben.
Zwischen der Ernährung und dem Zyklus gibt es Zusammenhänge. Wichtig ist für Frauen aber vor allem, sich ausgewogen mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zu ernähren. Foto: Christin Klose Lassen sich Zyklusbeschwerden wegessen? Essen nach dem weiblichen Zyklus - oder umgekehrt: Den Zyklus und die damit einhergehenden Beschwerden kann man durch die richtige Ernährung beeinflussen. Diese Idee verfolgen manche Kochbücher. Alles Hokuspokus, oder ist da was dran?