Internet-Bekanntschaften nie Geld leihen

10.01.2020
Liebesbetrug ist in sozialen Netzwerken eine erfolgreiche Masche. Verhaltensmuster sowie ihren Namen ändern die Betrüger allerdings selten. Wer aufmerksam ist, kann die Kriminellen so entlarven.
Vorsicht, Liebesbetrüger: Sobald Opfer Vertrauen zu ihren Bekanntschaften gewonnen haben, schnappt die Falle zu. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Vorsicht, Liebesbetrüger: Sobald Opfer Vertrauen zu ihren Bekanntschaften gewonnen haben, schnappt die Falle zu. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Mainz (dpa/tmn) - Love-Scamming, zu Deutsch Liebesbetrug, beginnt harmlos und bringt gerade deshalb viele Menschen um ihr Geld. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor Kriminellen, die in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken erfolgreich auf Opfer-Jagd gehen.

Die Experten raten, niemals einem Menschen Geld zu leihen, den man nie persönlich kennengelernt hat. Es könne außerdem Aufschluss geben, den Namen der Internet-Bekanntschaft mit dem Zusatz «Scammer» in eine Suchmaschine im Netz einzugeben. Häufig wechseln die Täter ihren Namen nicht.

Stellen Internetnutzer fest, einem Scammer aufgesessen zu sein, sollten sie jeglichen Kontakt abbrechen und Mailadresse sowie Telefonnummer wechseln. Die Textnachrichten sollten sie allerdings zuvor sichern und der Polizei übermitteln sowie Strafanzeige stellen.

Das Scamming funktioniert immer ähnlich: In einem ersten Schritt versuchen Täter durch Kontaktaufnahme und Nachrichtenaustausch Vertrauen herzustellen. Meist folgen dann Liebesbekundungen und Versprechungen. Dann tritt meist angeblich ein unerwartetes Ereignis ein: Die Betrüger befinden sich plötzlich in finanzieller Not und fragen nach Geld - selbstverständlich nur leihweise. Nach der Übergabe melden sie sich nie wieder.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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