Grapefruits und Medikamente vertragen sich nicht

12.09.2019
Die Wirkung bestimmter Arzneimittel wird von manchen Lebensmitteln gefährdet. Grapefruits sind besonders tückisch. Welche Medikamente nicht mit dem Obst zusammenpassen.
Keine gute Kombination: Wer Medikamente einnimmt, sollte davor keine Grapefruits essen. Foto: Christin Klose
Keine gute Kombination: Wer Medikamente einnimmt, sollte davor keine Grapefruits essen. Foto: Christin Klose

Hannover (dpa/tmn) - Alkohol oder Kaffee führen in Kombination mit vielen Medikamenten oft zu Problemen. Unerwünschte Wechselwirkungen kann es aber auch mit gesunden Lebensmitteln geben. Die Grapefruit zum Beispiel enthält Substanzen, die im Körper mit zahlreichen Arzneistoffen konkurrieren.

Etwa vier Stunden nach dem Verzehr von Grapefruits verhält sich der Stoffwechsel in Hinblick auf die Wirkung vieler Arzneimittel fast unkalkulierbar, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Oft wird die Wirkung der Arznei verstärkt. Wer Medikamente nehmen muss, sollte die Frucht und ihren Saft deshalb lieber meiden.

Besondere Vorsicht geboten sei bei Mitteln gegen Erektionsstörungen mit dem Wirkstoff Sildenafil, Cholesterinsenkern mit dem Wirkstoff Simvastatin, Zolpidem-haltigen Schlafmitteln sowie Blutdruckmitteln mit den Wirkstoffen Amlodipin und Verapamil, heißt es. Der Effekt der Grapefruit auf den Stoffwechsel dauere viele Stunden an, so dass es auch nicht ausreicht, die Medikamente zeitversetzt einzunehmen.

Doch nicht nur die Grapefruit führt zu unerwünschten Effekten. Gleiches kann auch mit Kalzium und Eisen angereichertes Mineralwasser passieren: Viele Arzneimittel wirken in Kombination mit diesen Mineralstoffen möglicherweise vermindert, zum Beispiel bestimmte Schilddrüsenpräparate und Osteoporosemittel. Die Experten raten, Medikamente nur mit Leitungswasser einzunehmen.

Wer blutgerinnende Mittel einnimmt, sollte Blattsalate, Spinat, Grünkohl oder Rosenkohl nur in Maßen essen. Denn diese Gemüsesorten sind reich an Vitamin K, was die Wirkung der Medikamente herabsetzen kann, so die Experten. Generell gilt der Rat: Wer unsicher wegen möglicher Wechselwirkungen ist, fragt nach.

Mitteilung der Apothekerkammer Niedersachsen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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