Gesundheits-Apps ersetzen nicht die Diagnose beim Arzt

13.07.2018
Das Googlen von Symptomen oder das Befragen einer App zu möglichen Krankheiten kann nicht das Aufsuchen eines Arztes ersetzen. Doch nicht alle Online-Anwendungen sind per se abzulehnen.
Zahlreiche Gesundheits-Apps sind für Smartphones verfügbar und bieten vielfältige Informationen über Krankheiten. Einen Arztbesuch ersetzen die Anwendungen allerdings nie. Foto: Hauke-Christian Dittrich
Zahlreiche Gesundheits-Apps sind für Smartphones verfügbar und bieten vielfältige Informationen über Krankheiten. Einen Arztbesuch ersetzen die Anwendungen allerdings nie. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Baierbrunn (dpa/tmn) - Unzählige Gesundheits-App finden Interessierte mittlerweile für Smartphone oder Tablet. Versprechen sie Hilfe beim Erkennen einer Erkrankung, ist aber Vorsicht geboten, heißt es in der Zeitschrift «Diabetes Ratgeber» (Ausgabe 7/2018).

Eine Diagnose sollte nur der Arzt stellen. Sind Patienten unsicher, fragen sie am besten vor der ersten Verwendung einer App ihren Arzt um Rat.

Sinnvoll kann der Einsatz einer App für die Kontrolle bestehender chronischer Erkrankungen wie etwa Diabetes sein. In einer seriösen App ist leicht zu erkennen, an wen sie sich richtet, was sie kann und wer dafür verantwortlich ist, erläutert Urs-Vito Albrecht vom Institut für Medizinische Informatik an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die Datenschutzerklärung sollte nicht allgemein gehalten sein, sondern ganz genau offenlegen, was mit den Nutzerdaten geschieht. Was auch hilft: nachsehen, wie die App finanziert wird. So können Nutzer mögliche Interessenkonflikte erkennen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Herz-Kreislauferkrankungen sind mit einem Anteil von mehr als 38 Prozent die häufigste Todesursache in Deutschland. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Zahl der Herzkrankheiten nimmt wieder zu Herz-Kreislauferkrankungen bleiben die Todesursache Nummer eins. Rund 40 Prozent der Menschen sterben daran - und die Zahlen steigen wieder leicht. Unterschätzt wird gelegentliches Herzrasen: Vorhofflimmern ist eine Volkskrankheit. Apps können manchmal wichtige Daten liefern.
Fast die Hälfte der Menschen, die nach Gesundheitsinformationen suchen, tut dies laut einer eine Umfrage im Netz. Foto: Patrick Pleul/dpa Studie: Viele Menschen fragen Dr. Internet Schnell im Netz die eigenen Beschwerden suchen oder das vom Arzt empfohlene Medikament googeln: Viele Patienten fragen Dr. Internet um Rat - und sind mit dem Ergebnis zufrieden. Ärzte stellt das vor neue Herausforderungen.
Manch einen gruselt es, schon wenn er an ein Gespräch mit einem Arzt denkt. Es gibt aber Hilfe für Betroffene - die sie unbedingt in Anspruch nehmen sollten. Foto: Christin Klose Tipps für Patienten mit Angst vor dem Arzt Einen Arzt zu besuchen oder zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, ist für viele völlig normal. Doch was tun, wenn schon die Vorstellung, einen Arzttermin zu vereinbaren, Panik auslöst? Wo finden Betroffene Hilfe, wenn nicht bei den gefürchteten Männern und Frauen in Weiß?
Wer einen Termin beim Facharzt hat, sollte wissen, was bisher schon untersucht wurde. So vermeidet man doppelte Kosten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Befunde, Impfpass und Co: Den Arztbesuch richtig vorbereiten Beim Verdacht auf einen Herzinfarkt muss man sofort ins Krankenhaus - klar. Bei Beschwerden, die nicht lebensbedrohlich sind, sollte man sich aber etwas Zeit nehmen und den Arztbesuch vorbereiten. Damit tut man nicht nur sich selbst einen Gefallen.