Frage nach dem Weihnachtsmann: Was Eltern beachten sollten

07.12.2018
Wenn Kinder irgendwann dahinter kommen, dass es doch keinen Weihnachtsmann gibt, wird es für Eltern häufig unangenehm. Wie sollen sie erklären, wer wirklich die Geschenke bringt?
Gibt es ihn wirklich? Wenn Kinder die «W-Frage» stellen, fühlen sich Eltern häufig ertappt. Foto: Patrick Pleul
Gibt es ihn wirklich? Wenn Kinder die «W-Frage» stellen, fühlen sich Eltern häufig ertappt. Foto: Patrick Pleul

Fürth (dpa/tmn) - Irgendwann kommt der Tag, an dem Kinder wissen wollen, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Wie sollten Eltern reagieren? «Wenn ein Vierjähriger fragt, ob es das Christkind oder den Weihnachtsmann wirklich gibt, muss man überlegen, ob ich die Kinder weiter anlügen möchte.

Das muss jede Familie für sich entscheiden», sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Kinder ahnten irgendwann, dass die Sache mit dem Weihnachtsmann ein Trick ist, sie wissen aber noch nicht, wie er funktioniert.

Eltern müssen ohnehin damit rechnen, dass ein Kumpel ihrem Kind steckt, dass es gar keinen Weihnachtsmann gibt. Schlimmstenfalls wird das Kind dann noch gehänselt, was es für ein Baby sei, das so was noch glaubt.

Wenn ein Kind die Wahrheit schon kennt, gibt es auch noch die Möglichkeit, den Spieß umzudrehen: «Warum nicht das Kind selbst mal das Christkind oder den Weihnachtsmann spielen lassen. Daraus kann sich auch eine wunderbare Familientradition entwickeln.»

Elternberatung der bke


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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