Einfache Übungen gegen Verspannungen

18.03.2020
«Was machst du denn da?» Wer auf seinem Stuhl plötzlich mit den Schultern kreist, irritiert eventuell andere. Doch die Antwort auf die Frage ist simpel: «Ich tue was für meine Gesundheit!»
Egal, wie ergonomische der Bürostuhl auch ist: Wer nur rumsitzt, bekommt irgendwann gesundheitliche Probleme. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Egal, wie ergonomische der Bürostuhl auch ist: Wer nur rumsitzt, bekommt irgendwann gesundheitliche Probleme. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Da kann der Stuhl noch so ergonomisch sein, die Haltung noch so perfekt: Langes Sitzen im Job ist ungesund - das gilt im Büro ebenso wie im Homeoffice. Denn unser Körper ist nicht auf Stillstand ausgerichtet, erklärt Sportexperte Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Die Folgen sind zunächst Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen. Auf lange Sicht können gesundheitliche Probleme und Erkrankungen hinzukommen. Denn Bewegungsmangel lähmt zum Beispiel auch den Stoffwechsel.

Kleine Übungen helfen

Die gute Nachricht: Gegensteuern ist weder schwer noch aufwendig. Ganz lässt sich die Sitzerei bei einem Schreibtischjob natürlich nicht vermeiden. Aber schon kleine Übungen helfen, Muskulatur und Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen.

Froböse empfiehlt zum Beispiel das Schulterkreisen: Dabei hängen die beiden Arme locker herab. Dann lässt man, bei geradem Rücken, langsam die Schultergelenke kreisen - 30 Sekunden in die eine, dann in die andere Richtung.

Bewegung in den Alltag integrieren

Wer keine Übungen absolvieren will, kann auch versuchen, in seinen Arbeitsalltag ganz regulär mehr Bewegung zu bringen. Das geht zum Beispiel mit Telefonaten im Stehen oder regelmäßigen Mini-Spaziergängen zu Drucker oder - im Homeoffice - Kühlschrank.

Zur Person: Ingo Froböse ist Leiter des Instituts für Bewegungstherapie an der Deutschen Sporthochschule Köln.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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