Den Kopf nicht hängen lassen: So beugt man Handynacken vor

15.03.2016
Wer viel Zeit am Smartphone oder Tablet verbringt, lässt seinen Kopf ständig über dem Display baumeln. Das kann zu schmerzhaften Verspannungen führen - dem sogenannten Handynacken. Dabei ist es für den Einzelnen gar nicht schwer, gegenzusteuern.
Wer ständig den Kopf über seinem Smartphone baumeln lässt, muss auf Dauer mit Nackenschmerzen rechnen. Durch Pausen und Lockerungsübungen lässt sich aber gegensteuern. Foto: Monique Wüstenhagen
Wer ständig den Kopf über seinem Smartphone baumeln lässt, muss auf Dauer mit Nackenschmerzen rechnen. Durch Pausen und Lockerungsübungen lässt sich aber gegensteuern. Foto: Monique Wüstenhagen

Berlin (dpa/tmn) - Wer mit seinem Kopf ständig über seinem Smartphone hängt, bekommt es über kurz oder lang mit dem sogenannten Handynacken zu tun. Um den Verspannungen und Schmerzen in Schulter und Nacken vorzubeugen, sollten Dauer-Nutzer regelmäßig Pausen einlegen.

Auch Lockerungsübungen helfen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin.

Die Lockerungsübungen können zum Beispiel so aussehen: den Kopf von links nach rechts bewegen, die Ohren Richtung Schulter senken und den Kopf nach oben strecken und die Schultern nach unten ziehen.

Wird der Kopf um 15 Grad nach vorne geneigt, wirken statt des Kopfgewichts von 4 bis 6 Kilogramm zusätzlich 13 Kilogramm auf den Rücken, erklärt die DGOU. Bei der Smartphone-Nutzung werde der Kopf aber noch weiter geneigt - meist um die 45 Grad -, so dass Kräfte von mehr als 20 Kilogramm wirken. Das entspreche mehr als dem Gewicht eines Kasten Mineralwassers. Neben Verspannungen und Schmerzen können auch Kopfschmerzen oder Verschleißerscheinungen die Folge sein. Um gegenzusteuern, sollte man beim Handy-Check nur den Blick anstatt den gesamten Kopf senken. Oder man hält das Gerät höher vor das Gesicht.

Doch nicht nur die mobilen Geräte sind problematisch. Wer jeden Tag mehrere Stunden am Schreibtisch sitzt, kann ebenfalls Rückenschmerzen bekommen. Am besten steht man zwei- bis dreimal in der Stunde vom Schreibtischstuhl auf, rät die DGOU. Außerdem liegt idealerweise die oberste Zeile des Bildschirms unterhalb der Augenhöhe. Grundsätzlich sollte man mindestens ein- bis zweimal pro Woche Sport zur Stärkung der Rückenmuskulatur machen: Schwimmen, Pilates oder Yoga.


KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Leben ohne Sport kann sich Gonzalo nicht vorstellen. Nun hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Foto: Frank Rumpenhorst Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau? Yoga, Zumba oder Aerobic: Wer Fitnessstudios mag, ist in diesem Beruf richtig. Sport- und Fitnesskaufleute kümmern sich dort um alles Organisatorische. Die Ausbildung ist eine Verbindung aus Sport und kaufmännischen Inhalten.
Nach der Schule ist es wichtig, sich ständig weiterzubilden. Wer beispielsweise die manuelle Lymphdrainage beherrscht, hat auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn Wie werde ich Masseur/in? Muskeln kneten, Bäder bereiten, Schlammpackungen auftragen: Die Arbeit des Masseurs ist gefragt. Aber weil sie auch oft schlecht bezahlt ist, herrscht großer Fachkräftemangel. Dabei bietet der Beruf durchaus Perspektiven.
Die dreidimensionalen Bewegungen bei Übungen mit der Kugelhantel trainieren den ganzen Körper. Ganz wichtig: Eine korrekte Ausführung. Foto: Monique Wüstenhagen Die Kugel schwingen: Kettlebell fordert den ganzen Körper Schwingen, halten, drücken: Das Training mit der Kettlebell ist schweißtreibend und vielseitig. Zwar können auch Anfänger die Kugel schwingen - aber nicht ohne Anleitung vom Profi.
Zum Welt-Yoga-Tag bieten viele Yoga-Studios spezielle Events an. Foto: Felix Hörhager Entspannungs-Boom: Welt feiert Internationalen Yogatag Sonnengruß, Krieger, herabschauender Hund: Zum Internationalen Yogatag wollen Fans auf der ganzen Welt die heilbringenden Übungen feiern. Auch immer mehr Deutsche folgen dem Gesundheitstrend.