Babys auch mal auf den Bauch legen

01.07.2020
Säuglinge liegen die meiste Zeit auf den Rücken und das ist auch richtig so. Dennoch schadet es nicht, sie mal anders herum zu drehen - am besten beginnt man mit ein paar Kuscheleinheiten.
Säuglinge verbringen die meiste Zeit des Tages auf dem Rücken liegend - Eltern dürfen sie aber hin und wieder auf den Bauch drehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Säuglinge verbringen die meiste Zeit des Tages auf dem Rücken liegend - Eltern dürfen sie aber hin und wieder auf den Bauch drehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Auch kleine Babys dürfen schon für kurze Zeit auf den Bauch liegen - allerdings nur, wenn sie wach sind und die Eltern sie stets im Blick haben. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Im Alter zwischen ein und drei Monaten beginnen Säuglinge, ihre Nackenkontrolle zu entwickeln. Legt man sie dann kurz auf den Bauch, trainiert das ihre Grobmotorik sowie Muskeln, die die Kleinen später etwa zum Umdrehen und Sitzen brauchen. Außerdem beugt man den Angaben nach Kopfverformungen in Folge der ständigen Rückenlage vor.

Am besten startet man mit Kuscheln: Vati oder Mutti legen sich das Baby zunächst auf die Brust - ungefähr für drei bis fünf Minuten. Je nachdem, wie wohl es sich in Bauchlage fühlt, kann die Zeit Schritt für Schritt etwas erhöht werden. Später kann man das Baby auch mal bäuchlings auf eine Decke zu legen.

Bis zum Alter von drei Monaten kann das Kind nach Angaben des Fachverbands insgesamt bis zu rund einer Stunde am Tag bäuchlings liegen. Schlafen sollte es aber unbedingt in Rückenlage.

Im Alter von vier bis sieben Monaten drehen sich Säuglinge meist schon selbst vom Rücken auf den Bauch. Und trainieren dann ihre Muskeln in Armen, Brust und Nacken, wenn sie sich mit den Armen nach oben drücken, um mehr von ihrer Umgebung zu sehen. (www.kinderaerzte-im-netz.de)

© dpa-infocom, dpa:200701-99-632396/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Stück Apfel oder dergleichen ist schnell verschluckt. Bleibt er stecken, ist schnelles Handeln geboten. Foto: Patrick Pleul Wenn Kinder Gegenstände schlucken: Aushusten in Bauchlage Verschluckt ein Kleinkind einen Gegenstand oder etwa ein Stück Apfel oder Nuss, ist schnelles Handeln angesagt. In den Rachen greifen und rausziehen ist hierbei keine gute Lösung. Stattdessen helfen diese Tipps.
Kindermatratzen sollten nicht zu weich sein. Schläft das Kind auf dem bauch, könnte das Gesicht zu weit einsinken und ersticken. Foto: Uwe Anspach/dpa-tmn Bei vier Kindermatratzen droht Erstickungsgefahr Gerade Kindermatratzen sollten weder Schadstoffe enthalten, noch andere Gefahren bergen. Das ist aber nicht immer der Fall, wie «Öko-Test» herausfand. Wie sicher sind also die Unterlagen fürs Babybett?
Egal wie alt Kinder sind: In jedem Alter haben sie einen natürlichen Bewegungsdrang. Foto: Patrick Pleul Bewegungsdrang von Babys nicht bremsen Schon kleine Babys haben ganz schön viel drauf. Auch wenn sie noch nicht laufen können, bewegen sie sich gerne. Eltern können das unterstützen.
Nach einem Rausch schlafen Eltern oft besonders fest. Sie merken nicht, wenn sie ihrem Kind nicht genügend Platz lassen. Daher sollte das Kind im eigenen Bett schlafen. Foto: Arno Burgi Tiefschlaf nach Alkoholkonsum kann das Baby gefährden Haben Eltern Alkohol oder andere Drogen konsumiert, sollten sie ihr Baby im eigenen Bett nächtigen lassen. Auch sonst ist das der beste Ort zum Schlafen für die Kleinen.