Warum Eiweißbrot nicht automatisch beim Abnehmen hilft

02.07.2020
Eiweißbrot soll gut sein für die schlanke Linie: Es enthält extra viel Protein und weniger Kohlenhydrate. Wer es regelmäßig isst, wird Experten zufolge aber nicht einfach dadurch an Gewicht verlieren.
Eiweißbrot enthält weniger Kohlenhydrate als herkömmliches Brot: Wegen der häufig hohen Energiedichte hilft es aber nicht automatisch beim Abnehmen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Eiweißbrot enthält weniger Kohlenhydrate als herkömmliches Brot: Wegen der häufig hohen Energiedichte hilft es aber nicht automatisch beim Abnehmen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Sogenannte Eiweißbrote haben einen deutlich höheren Proteingehalt und werden daher oft als figurfreundliche Alternative zum klassischen Abendbrot beworben. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Bayern hilft ihr Verzehr aber nicht automatisch beim Abnehmen.

Beim Eiweißbrot wird ein Teil des Mehls durch pflanzliches Protein ersetzt, vor allem aus Weizen und Hülsenfrüchten - mit 20 bis 26 Prozent ist der Eiweißanteil etwa dreimal so hoch wie bei einem klassischen Vollkornbrot.

Laut einzelner wissenschaftlicher Untersuchungen soll eine kohlenhydratarme, eiweißreiche Kost am Abend das Abnehmen zwar begünstigen. Entscheidend für eine Reduzierung des Gewichts sei jedoch die täglich verzehrte Gesamtkalorienmenge, erläutern die Verbraucherschützer

«Hier bieten Eiweißbrote keinen Vorteil», urteilt Silke Noll, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. «Ihr Kaloriengehalt ist häufig sogar höher als bei normalem Brot, da sie durch den Zusatz von Saaten, Samen und Nüssen deutlich mehr Fett enthalten.»

© dpa-infocom, dpa:200702-99-648305/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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