Kartoffeln eignen sich derzeit nicht zum Lagern

24.03.2020
Kartoffeln zu hamstern, bringt nichts. Im Frühling fangen sie ratzfatz an zu keimen - und sollten dann nicht mehr verzehrt werden.
Wer Kartoffeln jetzt auf Vorrat kauft, riskiert bei den warmen Temperaturen in der Wohnung, dass sie schnell austreiben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer Kartoffeln jetzt auf Vorrat kauft, riskiert bei den warmen Temperaturen in der Wohnung, dass sie schnell austreiben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wenn es um Vorratshaltung geht, stehen momentan nicht nur Nudeln, Konserven und Reis hoch im Kurs. Viele Menschen decken sich auch reichlich mit Kartoffeln ein. Doch wohin mit den ganzen Knollen? Für die sachgemäße Lagerung im Privathaushalt ist der Frühling nicht die richtige Jahreszeit. Darauf weist der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) hin.

Der Kauf großer Kartoffelmengen sei weder von Vorteil noch nötig. Um große Mengen an Kartoffeln zu Hause auf Vorrat zu genießen, müssten diese richtig aufbewahrt werden. Das heißt: kühl, dunkel und luftig, so DKHV-Präsident Thomas Herkenrath. Dafür betreibe der Kartoffelhandel extra moderne Lageranlagen mit Kühlung. Weil aber kaum jemand diese Bedingungen zu Hause hat, warnt der Verband vor dem Hamstern zu dieser Jahreszeit.

Kommen Kartoffeln ins Warme, keimen sie schnell. Das gelte erst recht für Frühkartoffeln, die im Mai in den Handel kommen. Sie seien generell nicht lagerfähig. Das heißt: Wer die Kartoffeln zu Hause nicht sachgemäß lagern könne oder die Kartoffeln nicht rechtzeitig verbraucht, hat sie womöglich umsonst gekauft und muss sie wegschmeißen.

Ein Rezept, um zu viel gekaufte Kartoffeln rasch zu verbrauchen, sei beispielsweise Frittata. Für die Kombi aus Bratkartoffeln und Omelette werden Kartoffelscheiben bissfest gekocht. Sie kommen zusammen mit verquirlten Eiern, Sahne, Schnittlauch, Salz und Pfeffer in die Pfanne. Die Masse mit Butter zum Stocken bringen und mit frittierten Kirschtomaten garnieren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Zu Hause gemeinsam kochen: In vielen Familien ist das Alltag. Dabei lassen sich Hygieneregeln gut an Kinder vermitteln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Beim Kochen mit Kindern Hygieneregeln pauken Hygiene ist in Corona-Zeiten das A und O. In der Küche ist es aber auch wichtig, sich anderweitig vor Keimen zu schützen. Wie gelingt das beim Kochen mit Kindern? Verbraucherschützer erklären es.
In Corona-Zeiten sollten Herzpatienten besonders gewissenhaft darauf achten, ihre Medikamente einzunehmen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Corona-Ratschläge für Herzpatienten Herzpatienten haben kein erhöhtes Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Einmal infiziert, ist die Gefahr für sie aber teils deutlich höher. Das hat Konsequenzen für den Alltag.
In Corona-Ambulanzen können sich Patienten testen lassen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Wichtige Informationen zum Coronavirus Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus steigt, fast alle Bundesländer haben inzwischen Nachweise gemeldet.
Händewaschen ist laut Experten viel sinnvoller als das Tragen von Einmalhandschuhen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Einmalhandschuhe taugen kaum als Corona-Schutz Nicht wenige stülpen sich zum Schutz vor einer Corona-Infektion Handschuhe über die Hände. Ein Experte sieht darin aber kaum einen Nutzen. Andere Maßnahmen helfen mehr.