«Grüne Soße» künftig EU-weit unter besonderem Schutz

10.03.2016
Sie ist in Hessen Traditionsgericht am Gründonnerstag: die «Grüne Soße». Sie besteht aus einer ganz bestimmten Kräutermischung. Jetzt steht die im Dialekt auch «Grie Soß» genannte Speise unter EU-Schutz.
Ein Teller "Frankfurter Grüne Soße" wird mit Kartoffeln und gekochten Eiern gereicht. Foto: Arne Dedert
Ein Teller "Frankfurter Grüne Soße" wird mit Kartoffeln und gekochten Eiern gereicht. Foto: Arne Dedert

Frankfurt (dpa) - Die Frankfurter Spezialität «Grüne Soße» steht künftig EU-weit unter besonderem Schutz. Demnach dürfen nur noch bestimmte Kräutermischungen den Namen tragen, die etwa strenge geografische Vorgaben erfüllen, wie die EU-Kommission mitteilte.

Mit der Entscheidung aus Brüssel gehe ein zwölfjähriger Kampf doch noch glücklich zu Ende, sagte Thomas Södler vom hessischen Gärtnereiverband in Frankfurt spürbar erleichtert. «Uns wäre fast noch die Luft ausgegangen.»

Die «Grüne Soße» oder auch «Grie Soß» ist eine Mischung von sieben frischen Kräutern: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpernelle, Borretsch und Sauerampfer. Laut EU-Verordnung müssen die Zutaten aus Frankfurt oder angrenzenden Kommunen stammen und mit der Hand zu einem Gebinde verarbeitet werden.


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