Zwei Sterne in Bangkok für Zwillingsköche aus Berlin

14.11.2018
Die Berliner Köche Thomas und Mathias Sühring stehen seit 2008 in Bangkok am Herd. Seit knapp drei Jahren haben die Zwillinge ein eigenes Restaurant. Jetzt gibt es dafür schon den zweiten Stern.
Die Zwillingsbrüder Thomas (l) und Mathias Sühring haben in Bangkok ein eigenes Restaurant. Mit neuer deutscher Küche haben sie sich hier einen zweiten Michelin-Stern erkocht. Foto: Christoph Sator
Die Zwillingsbrüder Thomas (l) und Mathias Sühring haben in Bangkok ein eigenes Restaurant. Mit neuer deutscher Küche haben sie sich hier einen zweiten Michelin-Stern erkocht. Foto: Christoph Sator

Bangkok (dpa) - Mit neuer deutscher Küche haben die Zwillingsbrüder Thomas und Mathias Sühring (41) fern der Heimat einen zweiten Michelin-Stern geholt. Der Gastroführer zeichnete die beiden Berliner nun für ihre Arbeit in Thailands Hauptstadt Bangkok aus.

Dort haben sie seit Februar 2016 ein eigenes Restaurant, das «Sühring». Auf der Karte finden sich Klassiker der deutschen Küche in moderner Variante. Der Guide Michelin - einer der wichtigsten Gastroführer weltweit - vergab erst zum zweiten Mal Auszeichnungen für Restaurants in dem südostasiatischen Königreich. Vier Mal gab es zwei Sterne, 23 Mal einen Stern.

Auf die ersten drei Sterne muss das Land der unzähligen Straßenküchen aber weiterhin warten. Eine der bekanntesten von ihnen, das «Jay Fai» aus Bangkok, erhielt wie bereits im Vorjahr einen Stern. Die gleichnamige Besitzerin steht dort auch mit mehr als 70 Jahren noch jeden Tag am Herd. Insgesamt wurden 27 Restaurants prämiert.

Den Sührings gelang es als einzigen, sich binnen eines Jahres einen zweiten Stern zu erkochen. Die Zwillinge aus dem Ostberliner Stadtteil Marzahn haben ihr Handwerk bei europäischen Spitzenköchen gelernt. Sie sind aber schon seit 2008 in Bangkok zu Hause.

An eine Rückkehr in die Heimat denken die beiden derzeit nicht. «Wir sind happy hier», sagte Thomas Sühring. Auch die Eröffnung eines weiteren Restaurants sowie ein dritter Stern sind erst einmal kein Thema. «Das reicht erst mal. Vielleicht lohnt es sich in ein paar Jahren, noch mal nachzufragen.» Der Preis für ein Menü startet im «Sühring» bei 3600 thailändischen Baht (knapp 100 Euro). Trotzdem ist das 65-Plätze-Restaurant fast jeden Abend voll.

Die beiden sind auch nicht sicher, ob sie es in Deutschland so schnell zu zwei Sternen geschafft hätten. «Vielleicht ist es hier einfacher, die deutsche Küche zeitgemäß darzustellen», sagt Thomas Sühring. «Wenn wir genau dasselbe Konzept in Berlin, Hamburg oder München hätten - ich weiß nicht, ob uns das gelungen wäre. Die Leute sind hier super begeistert. Diese Begeisterung fürs Essen fehlt bei uns in Deutschland vielleicht.»

Restaurant Sühring

Guide Michelin zu Thailand


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Johannes King (r) und Jan-Philipp Berner kochen für den Söl’ring Hof auf Sylt. Nun sind sie vom Restaurantführer Gault-Millau zum «Koch des Jahres»-Duo gekürt worden. Foto: Ydo Sol/King «Gault&Millau»: Sylter Duo ist «Koch des Jahres» Diesmal geht die Auszeichnung in den Norden: Ein Sylter Duo wird «Koch des Jahres» des «Gault&Millau». Wer in dem Restaurantführer zu Ehren kommt, wird jedes Jahr mit Spannung erwartet.
Kanada entdecken: Toronto ist mit 2,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Kanadas und die Hauptstadt der Provinz Ontario. Foto: Peer Grimm (Archiv) Von Top-Städten, Museen und Königspalästen Wer für das Reisejahr 2017 noch keine Pläne hat, kann sich nun von «Lonely Planet» inspirieren lassen. Kanada liegt diesmal ganz weit vorne. Doch auch in Thailand erwartet Besucher einiges - von kostenlosen Museen bis zur Wiedereröffnung des Königspalastes.
Ab Sommer 2017 bietet Eurowings neue Flüge nach nach Mallorca an - ab Leipzig, Nürnberg, Karlsruhe/Baden-Baden und Dresden. Foto: Federico Gambarini Neue Verbindungen nach Palma und Doncaster Sheffield Wer eine Reise nach Palma de Mallorca, Sheffield oder ins georgische Kutaissi plant, kann sich über neue Verbindungen der Airlines Eurowings, Wizz Air und Flybe freuen. Emirates führt Gebühren für frühzeitige Sitzplatzreservierungen ein.
Speisen unter den Haien: Das «Conrad Rangali» mit seinem «Ithaa»-Restaurant war Vorreiter in Sachen Unterwasser-Restaurant. Foto: Adam Bruzzone/Conrad Hotels & Resorts/dpa-tmn Dinieren auf und unter dem Wasser: Malediven für Gourmets Die Malediven sind bekannt als Paradies für Badeurlauber, Taucher und Hochzeitsreisende - weniger als Ziel für Gourmets. Das ändert sich aber. Der Archipel im Indischen Ozean, aktuell wegen politischer Unruhen in den Schlagzeilen, mausert sich zu einem Genießer-Hotspot.