Zeckenbiss beim Hund nicht mit Öl bekämpfen

29.05.2019
Hat sich eine Zecke in der Haut des Hundes verbissen, sollte Halter sie recht schnell entfernen. Öl ist dabei jedoch nicht zu empfehlen. Es tötet zwar die Zecke ab, aber schadet auch dem Hund.
Vor dem Entfernen einer Zecke sollte kein Öl auf den Parasiten gegeben werden. Anderenfalls könnte sich die Wunde durch infektiösen Speichel der Zecke entzünden. Foto: Robert Günther
Vor dem Entfernen einer Zecke sollte kein Öl auf den Parasiten gegeben werden. Anderenfalls könnte sich die Wunde durch infektiösen Speichel der Zecke entzünden. Foto: Robert Günther

Eschborn (dpa/tmn) - Beim Kraulen des Hundes ist plötzlich eine komische Kugel zu fühlen - oh nein, eine Zecke steckt in seiner Haut! Die Parasiten docken meist an den gefäßreichen, dünnhäutigen Körperpartien an Kopf, Hals, Achseln und Schultern an, erklärt die «Neue Apotheken Illustrierte» (Ausgabe Mai/2019).

Nach jedem Spaziergang sollte man deshalb seinen Hund nach Zecken absuchen. Vor ihrem Versuch, eine Zecke mit einer Zeckenzange zu fassen zu bekommen, sollten Hundehalter die Plagegeister allerdings nicht mit Öl oder anderen Flüssigkeiten abtöten. Denn gerade im Todeskampf bringen die Blutsauger vermehrt infektiösen Speichel in die Wunde.

Es gibt spezielle Hunde-Sprays und Halsbänder mit einem Wirkstoff, der Zecken abschrecken und abtöten soll. Auf die Haut des Tieres im Nacken und hinteren Rückenbereich aufgetragen, verteile sich der Wirkstoff innerhalb eines Tages über den ganzen Körper.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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