Wie sicher sind WLAN-Hotspots beim Banking?

12.08.2019
Gerade im Urlaub sind kostenlose WLAN-Hotspots sehr verlockend. Auch Online-Bankgeschäfte lassen sich auf dem Weg schnell erledigen. Doch ist der Internetzugang dafür auch sicher genug?
Öffentliche Hotspots helfen dabei, Datenvolumen zu sparen. Im Ausland sollte man sie aber nicht ohne Sicherheitsnetz nutzen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Öffentliche Hotspots helfen dabei, Datenvolumen zu sparen. Im Ausland sollte man sie aber nicht ohne Sicherheitsnetz nutzen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Auf Reisen im Ausland sollten Verbraucher Bankgeschäfte und Online-Einkäufe lieber über ihr Mobilfunknetz als über öffentliche Hotspots tätigen. Das rät Cornelia Schildt, Sicherheitsexpertin bei eco, dem Verband der Internetwirtschaft.

Statt über möglicherweise unsichere Router zu surfen, sollten Nutzer, die keine VPN-App verwenden, das Internet lieber über die 3G- oder LTE-Mobilfunknetze nutzen. Diese seien in EU-Ländern meist zu den gleichen Konditionen wie in der Heimat nutzbar, erklärt Schildt.

Wer sichergehen will, sollte noch vor seiner Abreise ins Ausland Apps und Betriebssystem des Smartphones, Tablets oder Notebooks updaten, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen. Ein Antivirenprogramm kann für zusätzlichen Schutz sorgen. Für den Fall von Verlust oder Diebstahl lohnt es sich auch persönliche Daten per Backup zu sichern.

Genutzt werden die mobilen Geräte auf Reisen nicht zuletzt für die Suche nach Restauranttipps, E-Mails und soziale Netzwerke. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey für den Verband eco nutzt gut die Hälfte der befragten Deutschen im Ausland dabei öfter WLAN-Angebote als zu Hause. Besonders ausgeprägt ist dies bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen fast zwei Drittel (65 Prozent) im Ausland häufiger ein WLAN nutzen als in Deutschland. Für die repräsentative Umfrage wurden im Mai insgesamt 5000 Personen ab 18 Jahren befragt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer im Flieger arbeiten möchte, braucht häufig eine WLAN-Verbindung - und wenn es nur für die E-Mail-Kommunikation ist. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn Surfen über den Wolken: Wie WLAN ins Flugzeug kommt In der Luft herrschte bislang oft Funkstille: Kurz vor dem Start war Schluss mit Telefonieren, Surfen und Mailen. Das ändert sich gerade, immer mehr Fluggesellschaften rüsten ihre Maschinen mit WLAN-Hotspots aus. Aber die Angebote unterscheiden sich stark.
Anstecklinsen statt großer Kameraobjektive: Mit solchen Gadgets kann die Smartphonekamera leicht aufgerüstet werden. Foto: Smart auf Reisen: Passende Ausrüstung für das Smartphone Ob Kurztrip, Geschäftsreise, Weltreise oder Wandertour: Smartphones sind gerade auf Reisen praktisch. Sie vereinen viele Funktionen in einem Gerät. Damit Reisende diese voll nutzen können, sollten sie vor ihrer Abreise hilfreiches Zubehör einpacken.
Auch unterwegs gibt es an vielen Orten WLAN. Bei der Suche helfen Verzeichnisse im Netz und Smartphone-Apps. Foto: Mascha Brichta WLAN auf Reisen - Wo bitte geht's hier zum Hotspot? Wer unterwegs mit dem Smartphone ins WLAN geht, schont sein Datenvolumen. Aber wo versteckt sich der nächste Hotspot? Internet-Verzeichnisse und Apps können bei der Suche helfen. Doch offene Netzwerke sind auch riskant.
Mit den richtigen Apps findet das Smartphone auch ohne Internetverbindung den richtigen Weg. Offlinekarten machen es möglich. Foto: Christin Klose Navigation ohne Internet Smartphones haben sich als praktische Alternative zum Navigationsgerät durchgesetzt. Sie sind flexibel, handlich und schnell zu aktualisieren. Und auch ohne Internetverbindung können sie mit der richtigen App zum Ziel führen.