Viele verzichten wegen Corona auf Wintersport-Urlaub

22.10.2020
Sobald der erste Schnee fällt, zieht es Wintersportler in die Berge. Doch wegen der Corona-Krise bleiben wohl viele lieber daheim.
In diesem Winter zum Skifahren in die Berge? Angesichts von Corona sind viele skeptisch. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
In diesem Winter zum Skifahren in die Berge? Angesichts von Corona sind viele skeptisch. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Die Corona-Krise macht vielen Wintersportlern dieses Jahr laut einer Umfrage einen Strich durch die Rechnung. In einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov gab rund jeder dritte Befragte (31 Prozent) an, wegen der Pandemie keinen Wintersport-Urlaub zu planen.

45 Prozent würden ihren geplanten Urlaub zumindest nicht antreten, wenn ihre Urlaubsregion zum Risikogebiet erklärt wird. Selbst wenn die Region nicht als Risikogebiet gilt, würden sich nach ihrem Urlaub 64 Prozent freiwillig auf das Coronavirus testen lassen.

Für den Wintersport-Urlaub wünschen sich viele ein Hygienekonzept: 70 Prozent sind für eine Maskenpflicht in Gondeln und Skiliften. Außerdem sollte aus Sicht von 80 Prozent eine Personenbegrenzung für Restaurants, Skibusse und Gondeln gelten.

72 Prozent finden außerdem, dass Après-Ski-Veranstaltungen nur mit Hygieneregelungen stattfinden sollten.

Tatsächlich bestimmten Maskenpflicht, Abstand und Desinfektion in fast allen Wintersportorten die Vorsichtsmaßnahmen. Auch Après-Ski wird es in seiner bisherigen Form wohl nicht geben.

© dpa-infocom, dpa:201022-99-39856/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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