Tiere in der Corona-Krise besser nicht online kaufen

23.04.2020
Tiere sind in Krisenzeiten oft emotionale Stützen. Da träumen Menschen von einem tierischen Begleiter. Am besten sofort. Doch Tierschützer plädieren dafür, zu warten, bis Tierheime wieder öffnen.
Begleiter in der Corona-Zeit gesucht? Tierschützer plädieren dafür, zu warten, bis die Tierheime wieder öffnen. Foto: Andreas Arnold/dpa/dpa-tmn
Begleiter in der Corona-Zeit gesucht? Tierschützer plädieren dafür, zu warten, bis die Tierheime wieder öffnen. Foto: Andreas Arnold/dpa/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - In den Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Isolation sehnt sich so mancher nach tierischer Gesellschaft. Doch coronabedingt vermitteln viele Tierheime und seriöse Züchter derzeit keine Tiere.

Darin sehen illegale Welpenhändler und unseriöse Züchter ihre Online-Chance. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnt daher vor spontanen Tierkäufen im Internet. 

Wer sich übereilt einen Hundewunsch erfüllt, könnte so unwissentlich den illegalen Welpenhandel befeuern, befürchten die Tierschützer. Besser sei es zu warten, bis die Tierheime wieder geöffnet sind.

Die Entscheidung für ein Haustier sollte stets wohlüberlegt sein. Vier Pfoten rät, genau abzuwägen, ob eine emotionale als auch finanzielle Verantwortung über Jahre hinweg garantiert werden kann. Wer derzeit über ein Haustier nachdenkt, sollte berücksichtigen, dass das gesellschaftliche und berufliche Leben irgendwann wieder zur Normalität zurückkehren wird.

Man sollte sich fragen: Lässt der normale Alltag dann noch genug Raum, um sich ausreichend um ein Tier zu kümmern? Zu klären ist auch, ob man den Hund zur Arbeit mitnehmen kann, wenn die Sperre aufgehoben ist.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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