Museums-Neueröffnung in Wien wird verschoben

11.03.2020
Auch Wiener Museen sind von der Coronavirus-Krise betroffen. Zahlreiche Häuser bleiben bis Ende März geschlossen. Eine für Freitag geplante Neueröffnung muss verschoben werden.
Das generalrenovierte Künstlerhaus am Karlsplatz. Der Milliardär H. P. Haselsteiner hat mit 57 Millionen Euro sämtliche Kosten zur Sanierung des einst heruntergekommenen Gebäudes von 1868 übernommen. Foto: Roland Schlager/APA/dpa
Das generalrenovierte Künstlerhaus am Karlsplatz. Der Milliardär H. P. Haselsteiner hat mit 57 Millionen Euro sämtliche Kosten zur Sanierung des einst heruntergekommenen Gebäudes von 1868 übernommen. Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Wien (dpa) - Aufgrund der drastischen Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung im Kampf gegen das neuartige Coronavirus bleiben zahlreiche Museen in Wien zumindest bis Ende März geschlossen.

Zudem musste die für Freitag geplante Neueröffnung eines Museums für moderne Kunst abgesagt werden, wie die Albertina am Mittwochmorgen mitteilte. Unter anderem bleiben die bekannten Häuser Belvedere, Albertina, das Kunsthistorische Museum und auch das Museumsquartier geschlossen.

Das neue Museum ist mit Hilfe von 57 Millionen Euro des Milliardärs Hans Peter Haselsteiner entstanden und sollte als «Albertina modern» eröffnet werden. Zu Beginn sollte die Ausstellung «The Beginning - Kunst in Österreich 1945 bis 1980» mit Künstlern wie Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Hermann Nitsch und Gottfried Helnwein zu sehen sein. Einen neuen Eröffnungstermin gibt es laut einer Sprecherin der Albertina bisher noch nicht.

Die österreichische Regierung hatte am Dienstag unter anderem Veranstaltungen in Gebäuden mit mehr als 100 Teilnehmern untersagt. Auch in Lokalen dürfen in den kommenden Wochen nicht mehr als 100 Menschen gleichzeitig in einem Raum sein. Für Veranstaltungen im Freien gilt ein Limit von 500 Menschen. Zahlreiche Veranstaltungen und Aufführungen wurden seit der Ankündigung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bereits abgesagt. Der Stephansdom ist derzeit für Touristen gesperrt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der Check-In Bereich am Flughafen Wien-Schwechat ist fast menschenleer. Foto: Ronald Zak/AP/dpa Österreich schließt zahlreiche Geschäfte Die österreichische Regierung kämpft mit drastischen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Nun folgt die nächste einschneidende Stufe - die jeden im Land treffen wird.
Ein Paar genießt einen Spaziergang am Ufer des Flusses Isel. Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa Österreich bleibt bis Ostermontag auf Minimalbetrieb Österreich sieht sich mit seinen drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus auf dem richtigen Weg. Für Kanzler Kurz ist daher die logische Konsequenz: Weiter so - und das bis Ostern.
Das neue Coronavirus wirbelt die Reisepläne vieler Deutscher durcheinander - Israel hat nun sogar faktisch einen Einreisestopp verhängt. Foto: Andreas Gebert/dpa/dpa-tmn Ansprüche von Flugreisenden bei verschärften Einreiseregeln Wer ins Land kommt, muss in Quarantäne: Israel greift hart durch gegen das neue Coronavirus - und macht Urlaub in dem Land unmöglich. Andere Länder könnten folgen. Welche Rechte haben Reisende?
Wer in seiner Kindheit eine gute Schulbildung bekommt, hat laut einer Studie ein geringeres Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Foto: Britta Pedersen/dpa Studie: Prävention kann Demenzfälle erheblich verringern Demenzkrankheiten wie Alzheimer sind noch immer unheilbar. Die Forschung konzentriert sich deshalb auf vorbeugende Maßnahmen - und hat neun verschiedene Risikofaktoren identifiziert.