Motorola stellt eigene Vision für Falt-Smartphone vor

14.11.2019
Motorola will beim Bereich der faltbaren Smartphones Samsung und Huawei den Markt nicht kampflos überlassen. Das neue «Razr» soll an das Design des gleichnamige Kult-Handys aus den 2000er Jahren erinnern.
Das angekündigte Motorola Smartphone Razr folgt dem Trend und lässt sich auf die halbe Größe zusammenklappen. Foto: Motorola/AP/dpa
Das angekündigte Motorola Smartphone Razr folgt dem Trend und lässt sich auf die halbe Größe zusammenklappen. Foto: Motorola/AP/dpa

Chicago (dpa) - Motorola ist der nächste Anbieter mit einem Falt-Smartphone - und verfolgt dabei ein anderes Konzept als Rivalen wie Samsung. Denn die Neuauflage des vor 15 Jahren populären Modells Razr ist ein Smartphone in heute üblichem Format, das sich auf halbe Größe zusammenklappen lässt.

Samsung und Huawei bauten dagegen Smartphones, die sich zu einem kleinen Tablet auffalten lassen. Motorola, das zum chinesischen PC-Weltmarktführer Lenovo gehört, will sein neues Razr im Januar 2020 für rund 1500 Dollar auf den Markt bringen.

Aufgefaltet hat der Bildschirm eine Diagonale von 6,2 Zoll (knapp 16 cm). In zusammengeklapptem Zustand kann der Nutzer auf ein kleines Display (2,7 Zoll) zurückgreifen, das Benachrichtigungen anzeigt, Musiksteuerung erlaubt und Selfies machen lässt. Das Design des Geräts lehnt insgesamt sehr stark an das Razr-Klapphandy aus dem vergangenen Jahrzehnt an.

Wie robust sind Falt-Smartphones?

Die in diesem Jahr vorgestellte neue Geräteklasse der Falt-Smartphones hatte einen schweren Start - und es gilt immer noch als offene Frage, wie robust sie sind. Samsung musste den Start seines Modells Galaxy Fold im Frühjahr verschieben, nachdem mehrere an Journalisten verteilte Testgeräte schnell kaputtgingen. Das rund 2000 Euro teure Gerät kam erst im September auf den Markt.

Auch der Start von Huaweis Auffalt-Telefon Mate X verschob sich vom ursprünglich anvisierten Sommer auf Herbst. Der chinesische Konzern hat zudem das Problem, dass er nach US-Sanktionen keine Google-Dienste auf seinen neuen Geräten vorinstallieren kann. Das Mate X kommt zunächst nur in China auf den Markt, wo Google-Apps eh nicht erlaubt sind.

Motorola zum neuen Razr


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Statt wie früher unten Tasten und oben Display gibt es nun beim neuen Motorola Razr nur noch ein großes Display mit Touchbedienung. Foto: Christoph Dernbach/dpa-tmn Ein Blick auf das Motorola Razr Faltbare Smartphones sind der neueste Trend der Branche. Während Samsung, Huawei und Royole auf kleine Aufklapp-Tablets setzen, geht Lenovos Motorola Razr einen anderen Weg. Ein Erfahrungsbericht.
Das ist nun zehn Jahre her: Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs das erste iPhone in San Francisco. Foto: John G. Mabanglo Zehn Jahre iPhone: Das Smartphone, das alles veränderte Vor zehn Jahren stellte Apple das erste iPhone vor. Damals konnte sich kaum jemand vorstellen, dass Marktführer wie Nokia von der Bühne verschwinden würden. Das iPhone fasziniert noch immer die Massen, auch wenn Kritiker inzwischen Innovationen von Apple vermissen.
Im vergangenen Herbst brachte Google das Smartphone Pixel heraus. Bei seinem Geräteangebot will sich der Konzern auf Schlüssel-Bereiche konzentrieren. Foto: John G Mabanglo Google will sich bei Geräten auf wenige Bereiche beschränken Google will sich als Gerätehersteller etablieren. Damit riskiert der Internet-Riese einen Konflikt mit langjährigen Hardware-Partnern. Eigene Technik wie das Smartphone Pixel soll aber helfen, die Nutzung von Googles Diensten voranzubringen.
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona wird die Vision von einem ungehinderten Datenfluss hervorstechen. Doch auch Alltags-Probleme der Branche werden zu erkennen sein. Foto: Toni Albir/EFE/Archiv Mobilfunk-Branche zwischen Zukunftstechnik und rauem Alltag Eine Menge neuer Smartphones und ein Blick in die Zukunft: Die Mobilfunk-Industrie versammelt sich in Barcelona zu ihrem wichtigsten Branchentreff. Diesmal wollen sich beim Mobile World Congress auch verblasste große Marken wie Nokia und Blackberry zurückmelden.