Mehr als 300 Tote: So gefährlich sind die Alpen

15.01.2020
Ob Wanderunfälle, Lawinenabgänge oder Kreislaufversagen - in den Alpen lassen jedes Jahr viele Menschen ihr Leben. Allein Österreich verzeichnete im vergangenem Jahr mehr als 300 Tote.
In Österreich wurden im vergangenem Jahr 22 Menschen durch Lawinen getötet. Foto: epa/apa/Bergrettung Kaprun/dpa
In Österreich wurden im vergangenem Jahr 22 Menschen durch Lawinen getötet. Foto: epa/apa/Bergrettung Kaprun/dpa

Innsbruck (dpa) - In Österreichs Bergen sind im vergangenen Jahr 304 Menschen tödlich verunglückt oder an Herz- und Kreislaufversagen gestorben. Darunter seien 85 Opfer aus Deutschland, teilten das Kuratorium für Alpine Sicherheit und die Alpinpolizei mit.

Die meisten Menschen verunglückten beim Wandern und Bergsteigen. Auf Skitouren starben den Angaben zufolge 26 Menschen. Von Lawinen wurden 22 Menschen getötet. Eine große Rolle spielten mit 27 Toten auch Unfälle bei Forstarbeiten. Insgesamt wurden 7700 Menschen verletzt, eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Der Anteil derer, die unverletzt einen Notruf absetzten, hat in den vergangenen zehn Jahren zugenommen und machte 2019 rund ein Drittel aller Notrufe aus. Dazu gehörten Menschen, die eine Tour unter- oder sich überschätzt hätten oder einfach nicht mehr weiter wüssten, hieß es.

Mitteilung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.
Weil er die Kühe aufschrecken könnte, sollten Wanderer ihren Hund auf einer Alm immer anleinen. Foto: picture alliance / Stephan Jansen/dpa Wie Österreich Kuhunfälle auf den Almen verhindern will Auf Österreichs Almen kommt es immer wieder zu Unfällen mit Kühen. Nun verbreiten sich über TikTok auch noch Videos, in denen die Tiere absichtlich provoziert werden. Die Alpenrepublik will Besucher daher besser aufklären.
Ein gebrauchter Mundschutz mit Resten von Lippenstift liegt am Strand vor der Strandpromenade von Westerland auf Sylt. Foto: Christian Charisius/dpa Was Reiselustige in Europa beachten müssen Für ein paar Tage haben Ende der Woche alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland gleichzeitig frei. Ab in den Urlaub also? In den größten Teilen Europas ist das möglich. Dabei gilt es aber Einiges zu beachten.
Welche Piste geht es als nächste herunter? - Mit der richtigen App kann das Smartphone bei der Entscheidung helfen. Foto: Westend61/Dieter Schewig Weiße App-Pracht: Mit dem Smartphone durch den Winter Des Skifahrers Freud, des Autofahrers Leid: Schnee. Gut, wenn man für jede Situation die passende App auf dem Smartphone hat - und dann immer weiß, was der Winter gerade im Schilde führt.