Kleine Happen für große Hunde

01.03.2019
Besonders große Hunde können zu blitzschnellen Vielfraßen werden. Oftmals haben sie eine Tagesration in Windeseile verputzt. Ein paar Tipps zur richtigen Fresserziehung ab dem Welpenalter.
Gerade großwüchsige Hunderassen müssen kontrolliert gefüttert werden. Foto: Monique Wüstenhagen
Gerade großwüchsige Hunderassen müssen kontrolliert gefüttert werden. Foto: Monique Wüstenhagen

München (dpa/tmn) - Wenn knuddelige Welpen noch klein sind, will man sie verwöhnen. Doch Hundehalter von großwüchsigen Rassen sollten nicht vergessen, dass Riesenschnauzer, Golden Retriever oder Berner Sennenhund vielleicht mal 40, 50 Kilo auf die Pfoten bringen - und oft schneller zunehmen, als man denkt.

Damit das langsam reifende Skelett nicht von der schnell wachsenden Muskelmasse erdrückt wird, sollten Halter die Riesen-Babys kontrolliert füttern, rät das Magazin «Ein Herz für Tiere» (Ausgabe 03/2019).

Während kleine Rassen schon mit einem Jahr erwachsen sind, brauchen die Giganten zwei Jahre. Und so lange sollte es weiter auch Aufzucht-Nahrung geben. Sind die Riesen dann groß, neigen sie mit ihrem großen Maul dazu, alles blitzschnell herunterzuschlingen. Hunde, die in einer Minute ihre Tagesration verputzt haben, bekommen ein Problem mit ihrem Gehirn. Es meldet: Ich habe noch viel mehr Hunger.

Die Folge: Der Nimmersatt wird weiter nach Fressbarem suchen und so lange betteln, bis der Mensch nachgibt. Dagegen kann ein Anti-Schlingnapf helfen, erklärt das Magazin. Der spezielle Napf mit einem welligen Boden verhindert, dass das Futter als einziger Happen aufgenommen wird. Klug sei es auch, die empfohlene Tagesmenge auf zwei bis drei Rationen aufzuteilen.

Der lose aufgehängte Magen läuft bei großen Rassen zudem häufiger Gefahr, sich zu verdrehen. Deshalb empfehlen Experten, den Hund nach dem Fressen eine Stunde ruhen zu lassen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Nicht mehr streicheln? Solange Frauen in der Schwangerschaft die allgemeinen Hygiene-Regeln einhalten, müssen sie für das Ungeborene keine Befürchtungen haben. Foto: Westend61/Sebastian Gauert Schwangere müssen nicht auf Haustiere verzichten Die Freude am Haustier ist meistens groß. Das muss sich auch nicht ändern, wenn eine Tierhalterin schwanger wird. Allerdings: Tiere können mitunter Krankheiten übertragen. Deshalb sollten Schwangere ein paar Dinge beachten.
Auch Hundewelpen gehören zur Kundschaft. Foto: Monika Skolimowska Rehkopf statt Fertigfutter: Frischfleisch für den Hundenapf In Großstädten setzen Hundehalter auf eine neue Futtermethode. Beim Barfen sollen Hunde auf ursprüngliche Weise ernährt werden - mit Schlachtabfällen oder Rehköpfen. Händler mit Frischfleischtheken verdienen am Trend. Und manche liefern sogar nach Hause.
Bei den Stichproben für feuchtes Dosenfutter führten falsche Werbeaussagen oder fehlendes Vitamin D zu Punktabzügen der Warentester. Foto: Monique Wüstenhagen Hohe Keim-Gefahr beim Verfüttern von rohem Fleisch Sie lehnen Fertig-Hundefutter ab, weil es Hunden schaden könnte. Dafür verfüttern Barf-Anhänger rohes Fleisch, Gemüse und Knochen. Eine Stichprobe der Stiftung Warentest zeigt nun, dass tiefgekühlte Menüs oft keimbelastet sind.
Hund sind intelligenter als bisher angenommen. Foto: Boris Roessler/dpa Hunde können Perspektive von Menschen einnehmen Hunde sind nicht nur treue Weggefährten, sondern können sich im gewissen Umfang auch in Menschen hineinversetzen. Uneigennützig ist das Verhalten aber nicht.