Hundemantel ist nicht nur ein Mode-Gag

22.11.2019
Modisches Accessoire oder funktionelles Hilfsmittel? Hundemäntel sind keine reine Geschmackssache. Frostbeulen auf vier Beinen helfen sie durch den Winter. Es kommt allerdings auf die Situation an.
Ein Mantel gegen die Kälte: Vor allem kleine Hunde fangen schnell an zu frieren. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn
Ein Mantel gegen die Kälte: Vor allem kleine Hunde fangen schnell an zu frieren. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Er wird oft als modischer Schnickschnack belächelt. Doch der Hundemantel hat für Rassen mit kurzem Fell und fehlender Unterwolle durchaus seine Funktion. Es kommt allerdings auf den richtigen Tragezeitpunkt an.

Ein Tier, das im Winter offensichtlich nicht friert und sich genauso entspannt draußen bewegt wie im Sommer, sollte natürlich keinen Mantel tragen, erklärt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Aber vor allem magere, alte und kranke Tiere sowie kleine Hunde neigen zum Frieren. Frösteln sie, dann hilft ein Hundemantel dabei, sie warm zu halten.

Mäntelchen situationsabhängig anziehen

Am besten kommt der Mantel situationsabhängig zum Einsatz: Läuft der Vierbeiner gerade oder tobt er mit anderen Hunden, dann zieht man ihn aus. Kommt das Tier zur Ruhe, bekommt es den Mantel wieder übergestreift. Der Einsatz eines Mantels ist aber auch für Hunde sinnvoll, die aktiv Hundesport betreiben: Der Mantel wird in den Trainingspausen angelegt, damit die aufgewärmten Muskeln nicht sofort auskühlen.

Die Größe des Mantels sollte dem Körper des Hundes angepasst sein. Er darf das Tier nicht einengen und lässt Beine, Hals und Rute frei beweglich. Dazu sollte das Mäntelchen atmungsaktiv und wasserundurchlässig sein und sich bequem an- und ausziehen lassen.

Misstrauen langsam überwinden

Nicht jeder Hund mag es sofort, einen Mantel übergestreift zu bekommen. Ist der Hund zunächst misstrauisch, sollte ihm das Mäntelchen jeden Tag ein Stück näher gebracht werden und Stillhalten mit einem Leckerli belohnt werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Mantel kann Hunde mit kurzem Fell bei kühleren Temperaturen schön warm halten. Foto: Markus Scholz Mäntel sind für kurzhaarige Hunde im Herbst sinnvoll An kalten Tagen freuen sich nicht nur Menschen über warme Bekleidung. Auch einige Hunderassen können einen Wärmeschutz bei Spaziergängen gebrauchen. Insbesondere für Hunde mit kurzem Fell und ohne Unterwolle ist ein Mantel sinnvoll.
Mit reflektierenden Halsbändern werden Hunde in der Dunkelheit besser gesehen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Tipps für Hundehalter bei Kälte und Dunkelheit Herbst bedeutet Regen, Nebel und frühe Dunkelheit. Damit der abendliche Gassi-Gang mit dem Vierbeiner nicht zur Zitterpartie wird, sollte man einige Dinge beachten.
Mit einem Gummi-Aufsatz für den Finger oder einer speziellen Haustierzahnbürste können die Zähne von Katzen und Hunden besonders sanft gepflegt werden. Foto: Monique Wüstenhagen So klappt es mit dem Zähneputzen bei Hunden Auch Katzen und Hunden sollten regelmäßig die Zähne geputzt werden. Sonst drohen Schäden am Gebiss. Aber wie gewöhnt man die Tiere an diese Prozedur?
Ein junger Kater wird in einer Tierarztpraxis mit einem Mikrochip gekennzeichnet. Der Chip wird dabei mit Hilfe einer scharfen Kanüle unter der Haut platziert. Foto: Ingo Wagner/Archiv Chip-Kennzeichnung allein reicht bei Haustieren nicht aus Die Kennzeichnung mit einem Mikrochip hilft bei der Suche nach vermissten Haustieren. Wichtig dabei ist, dass die Chipnummer auch in einer international abrufbaren Datenbank hinterlegt ist.