Huaweis E-Ink-Tablet will Papier sein

29.06.2022
Tablets fungieren oft als mobile Mini-Kinos. Nicht so Huaweis E-Ink-Tablet. Bewegte Bilder liegen ihm nicht und es kann ohnehin nur Schwarzweiß. Denn es ist ein Spezialist fürs Lesen und Schreiben.
Zum Themendienst-Bericht von 29. Juni 2022: Legt sich bei Bedarf natürlich auch quer: Huaweis Matepad Paper im Büroeinsatz. Foto: Huawei/dpa-tmn
Zum Themendienst-Bericht von 29. Juni 2022: Legt sich bei Bedarf natürlich auch quer: Huaweis Matepad Paper im Büroeinsatz. Foto: Huawei/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Matepad Paper heißt Huaweis neues Tablet mit E-Ink-Bildschirm, das ab sofort für 500 Euro erhältlich ist. Die von reinen E-Book-Readern bekannte, augenfreundliche E-Ink-Technologie bietet einen optischen Kontrast, der echtem Papier sehr nahe kommt, kann auch im prallen Sonnenschein unverändert gut abgelesen werden und verbraucht nur Strom, wenn sich Display-Inhalte ändern.

Neben dem Lese- verspricht der Hersteller auch ein haptisches Schreiberlebnis: Es wird ein Stift (M-Pencil der 2. Generation) mitgeliefert, der das Gefühl vermitteln können soll, auf Papier zu schreiben, wenn die jeweilige Anwendung den M-Pencil unterstützt. Akustisch untermalt wird das Ganze von schreibtypischem Kratzen und Rascheln.

Notizen, Skizzen und Bücher

Da das 10,3 Zoll große E-Ink-Display (1872 mal 1404 Pixel) schwarz-weiß ausgelegt ist, ist das Matepad Paper als Notiz- oder Skizzenbuch sowie als Lesegerät für E-Books prädestiniert. Auf die bei E-Book-Readern übliche Hintergrundbeleuchtung verzichtet Huawei.

Der Hersteller hat aber auch an Hörbücher sowie Musik gedacht und zwei nach eigenen Angaben leistungsstarke Lautsprecher in das 6,7 Millimeter dicke und 360 Gramm schwere Matepad eingebaut. Mit vier integrierten Mikros soll sich das Gerät auch als Diktiergerät eignen.

Huaweis Android-Ableger Harmony OS treibt das Matepad an. Deshalb lassen sich auch andere Apps installieren, wenn auch keine Google-Dienste, was bei dem speziellen Gerätezuschnitt aber nicht großartig stören dürfte.

Nichts für Spiele und Filme

Das Bearbeiten von E-Mails, Kalenderplanung oder auch das Surfen im Netz ist ebenso möglich, sofern einen das Schwarz-Weiß-Display und die für E-Ink typische, eher langsame Bildwiederholrate nicht davon abhalten. Für Games oder Filme eignet sich das Gerät aber nicht.

Der technische Unterbau besteht aus dem hauseigenen Hisilicon-Chip Kirin 820E, 4 Gigabyte (GB) RAM und 64 GB Speicher. Der 3625-mAh-Akku soll Standby-Zeiten von bis zu vier Wochen ermöglichen und kann mit bis zu 25 Watt schnell über USB-C geladen werden.

Wi-Fi 6 (ax-WLAN) und Bluetooth 5.2 sind als Funkschnittstellen an Bord. Zum Lieferumfang des Matepad Paper gehören neben Stift und farblich (Schwarz, Hellblau oder Silber) zum Gerät passender Cover-Hülle auch USB-C-Netzteil und -Kabel.

© dpa-infocom, dpa:220629-99-847710/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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