Herbstferien: Wo droht der Stillstand auf der Autobahn?

08.10.2020
Normalerweise erfordern die Herbstferien stets große Geduld von den Autofahrern auf den Fernstraßen. Wie sieht die Lage am kommenden Wochenende aus, wenn sieben weitere Bundesländer frei bekommen?
Obwohl sieben Bundesländer in die Herbstferien starten, erwartet der Auto Club Europa am Wochenende insgesamt nur mäßiges bis mittleres Verkehrsaufkommen. Foto: Nicolas Armer/dpa
Obwohl sieben Bundesländer in die Herbstferien starten, erwartet der Auto Club Europa am Wochenende insgesamt nur mäßiges bis mittleres Verkehrsaufkommen. Foto: Nicolas Armer/dpa

Berlin/München (dpa/tmn) - Mit «reichlich Verkehr» auf den Autobahnen rechnet der ADAC am kommenden Wochenende (9. bis 11. Oktober). Sieben Bundesländer starten die Herbstferien, darunter mit Nordrhein-Westfalen auch das bevölkerungsstärkste.

Viele Ferienfahrer zieht es in die Alpen, zu den Mittelgebirgen und an die Küsten von Nord- und Ostsee. Dazu gesellen sich vor allem bei schönem Wetter noch Tagesausflügler. In Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern endet die schulfreie Zeit schon wieder.

Der Auto Club Europa (ACE) erwartet insgesamt mäßiges bis mittleres Verkehrsaufkommen, rechnet aber mit Stauschwerpunkten nach Unfällen und an Nadelöhren wie etwa Baustellen. Von letzteren hat der ADAC aktuell über 700 auf den Autobahnen gezählt.

Mit höherem Verkehrsaufkommen ist am Freitagnachmittag auch bedingt durch den zusätzlichen Pendlerverkehr bis in die Abendstunden zu rechnen. Am Samstagvormittag können sich vor allem die Alpen- und Küstenrouten füllen. Am Sonntag wird es am späten Nachmittag voller, wenn Urlaubsrückkehrer vor allem bei schönem Wetter mit Wochenendausflüglern zusammentreffen. Ansonsten verlaufe der Sonntag recht ruhig, so der ACE.

Neben den Großräumen Berlin und Rhein-Ruhr ist insbesondere auf den Fernstraßen zu und von der Nord- und Ostsee mit Staus zu rechnen. Außerdem auf folgenden Autobahnabschnitten in beiden Richtungen:

A 1 Lübeck - Hamburg - Bremen - Münster - Köln
A 1 / A 3 / A 4 Kölner Ring
A 2 Dortmund - Hannover
A 3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
A 4 Aachen - Köln - Olpe
A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 Halle/Leipzig- Nürnberg - München
A 10 Berliner Ring
A 24 Hamburg - Berlin
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 81 Stuttgart - Heilbronn
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 96 München - Lindau
A 99 Umfahrung München

Etwas dichter kann der Verkehr in Österreich und in der Schweiz am ehesten auf der Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route. Der Auslandsreiseverkehr dürfte laut ADAC coronabedingt geringer ausfallen als sonst. Allerdings können wie auch in Deutschland die Strecken zu den Wanderzielen der Alpen bei schönem Wetter stärker befahren sein.

An den Grenzen rechnet der ADAC mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen. Über die Wartezeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag online. Wer aus Risikoregionen zurückkommt, müsse sich auf Quarantänemaßnahmen einstellen, so der Autoclub.

Abgesehen davon ist in diesem Corona-Jahr alles anders - steigende Infektionszahlen in manchem Bundesland stellen die Urlaubspläne vieler Menschen auf den Kopf. Wegen der aktuellen Quarantäne-Verordnungen kann der Herbsturlaub für viele ins Wasser fallen. Das kann sich wiederum auf das Verkehrsaufkommen am Wochenende auswirken.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-831812/4

Stauprognose des ACE

Stauprognose des ADAC

ADAC-Infos zu der Situation an den Grenzen

ASFINAG-Grenzwartezeiten

ADAC: Einreise aus Risikogebieten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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