Große Lawinengefahr in den Alpen

15.01.2021
Die Lawinengefahr im Alpenraum wächst. Auch in Bayern gilt inzwischen die zweithöchste Warnstufe. Viele Wanderwege und Ausflugsorte wurden inzwischen gesperrt.
Starke Schneefälle haben nicht nur im Allgäu die Lawinengefahr erhöht. Auch in den Bayerischen Voralpen ab 1500 Metern stieg die Warnstufe. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Starke Schneefälle haben nicht nur im Allgäu die Lawinengefahr erhöht. Auch in den Bayerischen Voralpen ab 1500 Metern stieg die Warnstufe. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

München (dpa) - In weiten Teilen der bayerischen Alpen ist die Lawinengefahr inzwischen auf die zweithöchste Warnstufe gestiegen. Die Experten schätzen die Gefahr inzwischen in den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen durchgängig in sämtlichen Höhenlagen als groß ein, ebenso in den Bayerischen Voralpen ab 1500 Metern.

Im östlichen Alpenraum ist sie in diesen höheren Lagen erheblich. «Die Situation bleibt angespannt», betonte der Lawinenwarndienst Bayern. Schon am Donnerstag (14. Januar) wurden viele Lawinenabgänge gemeldet.

Bei Lenggries in den Voralpen südlich von München ereignete sich auch bereits ein Lawinenunfall, bei dem zwei Menschen teilweise verschüttet worden sind. Sie wurden im Aufstieg zum Brauneck auf etwa 1350 Metern von einer Lawine mittlerer Größe erfasst. «Der Neuschnee der letzten Tage löste sich im stark mit Triebschnee eingefrachteten Gipfelhang des Braunecks», schilderte der Lawinenwarndienst. Die Beteiligten konnten sich am Donnerstag zum Glück unverletzt selbst aus dem Schnee befreien.

Wegen der erhöhten Lawinengefahr sperrten Ausflugsorte zahlreiche Wanderwege. In Garmisch-Partenkirchen sind nach Angaben der Gemeinde «mindestens über das Wochenende» sämtliche Berg- und Wanderwege gesperrt, in Oberstdorf im Allgäu dürfen Wanderer und Skitourengeher zahlreiche Routen ebenfalls nicht benutzen. In Schwangau im Ostallgäu ist zudem unter anderem der Weg zur Marienbrücke nahe Schloss Neuschwanstein gesperrt.

© dpa-infocom, dpa:210115-99-43072/2

Lawinenlagebericht


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die neue Seilbahn wartet mit drei Weltrekorden auf. Der Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation beträgt 3213 Meter. Foto: Angelika Warmuth/dpa Neue Seilbahn zur Zugspitze in Betrieb Sonnenschein pur und ein atemberaubender Panoramablick. Bei Kaiserwetter hat die neue Seilbahn zur Zugspitze den Betrieb aufgenommen. Sie bringt bis zu 580 Gäste stündlich auf Deutschlands höchsten Berg. Die Pendelbahn wartet mit drei Weltrekorden auf.
Die neue Seilbahn auf der Zugspitze geht in wenigen Wochen in Betrieb. Foto: Angelika Warmuth/dpa Neue Seilbahn zur Zugspitze kurz vor Fertigstellung Es wird eine Seilbahn der Superlative. In zehn Wochen soll die Bahn mit gleich drei Weltrekorden loslegen. Bis zu 600 Gäste bringt sie stündlich auf Deutschlands höchsten Berg. Doch nicht jeder findet den erwarteten Zuwachs auf dem fast 3000 Meter hohen Gipfel gut.
Derart ungeschützt nimmt man sein Smartphone lieber nicht mit auf eine Skitour. Das Mobilgerät sollte in einer stoßfesten Hülle stecken. Foto: dpa-tmn Über diese Extras freuen sich Wintersportler Die Wintersportsaison steht vor der Tür. Zeit für Freizeitsportler, sich auszustatten. Die Ausrüstung ist schon komplett? Das denken Sie. Einige technische Helfer fehlen vielleicht noch.
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.