Farbenprächtiger Bergmolch ist «Lurch des Jahres 2019»

03.12.2018
Er wohnt im waldreichen Mittelgebirgen und fasziniert Naturfreunde durch seine prägnante Farbgebung. Auch in Deutschland ist der Bergmolch oft anzutreffen. Er erhält nun eine besondere Auszeichnung.
Besonderes Merkmal des Bergmolchs ist sein orangerote Bauch. Foto: Roland Weihrauch
Besonderes Merkmal des Bergmolchs ist sein orangerote Bauch. Foto: Roland Weihrauch

Mannheim (dpa) - Orangeroter Bauch, fast tropische Farbenpracht: Mit dem Bergmolch ist eine der schönsten einheimischen Amphibienarten zum «Lurch des Jahres 2019» ernannt worden. Das gab die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) am Wochenende in Mannheim bekannt.

Durch seine plakative Färbung eigne sich der Bergmolch ideal, um stellvertretend auf Amphibienrückgänge aufmerksam zu machen, hieß es. Viele Kinder machten mit ihm im Schul- oder Gartenteich ihre ersten Amphibienerfahrungen.

Die zur Paarungszeit im Frühjahr blau gefärbten Männchen mit ihrem kontrastreichen Leopardenlook bieten einen prächtigen Anblick. Ichthyosaura alpestris lautet die wissenschaftliche Bezeichnung dieser in Mitteleuropa noch relativ häufigen Amphibienart. Die nur sieben bis zwölf Zentimeter langen Bergmolche gehören zu den Schwanzlurchen und damit - wie Frösche und Kröten - zu den rund 20 in Deutschland heimischen Amphibienarten.

In der Roten Liste Deutschlands wird der Bergmolch derzeit als ungefährdet eingestuft. Er ist ein typischer Bewohner waldreicher Mittelgebirge, besiedelt aber auch tiefere Lagen Mitteleuropas. In alpinen Gebieten kann er bis in Höhen von über 2400 Meter vorkommen. Er pflanzt sich in Kleinstgewässern aller Art fort, wie in Tümpeln, wassergefüllten Fahrspuren oder Straßengräben. Bedroht ist er durch Zuschüttungen von Gewässern oder Umweltgifte und Dünger.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Für ihre Dissertation beschäftigte sich Miriam Schreiter mit dem Spiel «Cursed Fates - Der kopflose Reiter». Herauskam: Für viele Spieler sind Computerspiele nur interessant, wenn darin der Tod vorkommt. Foto: Sebastian Willnow Der Reiz des Todes im Computerspiel Der Tod im Computerspiel ist allgegenwärtig. Doch worin liegt die Faszination? Eine Wissenschaftlerin der TU Chemnitz ist in die Materie eingetaucht und hat Antworten gesucht.
Gäste sitzen in der «Velvet»-Bar in Neukölln. Schönes Ambiente und ausgezeichnete Cocktails machen die Bar attraktiv. Foto: Paul Zinken «Bars des Jahres» sind in Stuttgart und Berlin Mit dem Mixology Bar Award des gleichnamigen Szenemagazins werden jedes Jahr die besten Bars im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Gewinner in diesem Jahr sind das «Velvet» in Berlin, das «Werk 8» in Basel und die Bar vom Hotel Englhof in Zell am Ziller.
Die Zwillingsbrüder Thomas (l) und Mathias Sühring haben in Bangkok ein eigenes Restaurant. Mit neuer deutscher Küche haben sie sich hier einen zweiten Michelin-Stern erkocht. Foto: Christoph Sator Zwei Sterne in Bangkok für Zwillingsköche aus Berlin Die Berliner Köche Thomas und Mathias Sühring stehen seit 2008 in Bangkok am Herd. Seit knapp drei Jahren haben die Zwillinge ein eigenes Restaurant. Jetzt gibt es dafür schon den zweiten Stern.
Gamer auf der International Games Week 2017 in Berlin. Foto: Jörg Carstensen Games Week - Sieben Tage lang Spielen in Berlin Die Spiele-Branche ist bunt und divers. Das will auch die Games Week in Berlin in der kommenden Woche wieder mit einem facettenreichen Programm unter Beweis stellen. Auch leidenschaftliche Spieler sind willkommen.