Eintritt ins Pantheon soll kostenlos bleiben

10.12.2018
Noch im Winter 2017 hatte die italienische Regierung angekündigt, dass Touristen zukünftig Eintritt für den Besuch des Pantheon in Rom zahlen müssen. Diese Pläne sind nun vom Tisch.
Das Pantheon in Rom wird auch künftig für Touristen keinen Entritt kosten. Foto: Sergey Mamontov/Sputnik
Das Pantheon in Rom wird auch künftig für Touristen keinen Entritt kosten. Foto: Sergey Mamontov/Sputnik

Rom (dpa/tmn) - Touristen sollen künftig nun doch keinen Eintritt fürs Pantheon in Rom bezahlen müssen. Der italienische Kulturminister Alberto Bonisoli teilte mit, dass entsprechende Pläne nicht umgesetzt werden.

Wenn Touristen Spenden geben wollen, würde man das begrüßen, so der Politiker. Aber das Pantheon sei und müsse eine kostenlose Attraktion bleiben.

Das italienische Kulturministerium hatte unter Führung der Vorgänger-Regierung im Dezember 2017 angekündigt, ab 2018 zwei Euro Eintritt für die Kirche verlangen zu wollen. Die neue Regierung unter Giuseppe Conte hat die Planungen zunächst ausgesetzt und laut einer Ministeriumssprecherin nun ganz gestoppt.

Der oströmische Kaiser Phokas hat den heidnischen Tempel im Jahr 609 Papst Bonifatius IV. geschenkt, der ihn zur Kirche weihen ließ. Im Pantheon sind auch die meisten italienischen Könige und einige Künstler beigesetzt. Der erste Bau wurde 27 bis 25 vor Christus errichtet. Der eindrucksvolle Kuppelbau entstand dann in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts nach Christus.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ab Mai müssen Besucher zwei Euro Eintritt für das Pantheon in Rom bezahlen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Touristen müssen auch für Pantheon in Rom Eintritt bezahlen Das Pantheon gehört in Rom zu den gefragtesten Sehenswürdigkeiten. Bislang konnten Touristen das antike Bauwerk kostenlos besuchen. Ab Mai ändert sich das. Der Eintrittspreis steht schon fest.
Am Samstag wird Impressionistenmuseum Musée d'Orsay in Paris wegen der ankündigten Proteste geschlossen bleiben. In dem Haus gibt es zur Zeit eine Picasso-Ausstellung. Foto: Christian Böhmer/dpa Touristen in Frankreich sollten Demonstrationen meiden Frankreich-Urlauber müssen sich am Wochenende auf weitere «Gelbwesten»-Proteste einstellen. Vor allem in Paris ist besondere Vorsicht geboten. Aus Sicherheitsgründen bleiben Touristenattraktionen geschlossen.
Italienische Dörfer: Fornelli ist einer der Orte, in den die Tourismusverantwortlichen von Italien verstärkt Besucher locken wollen. Foto: Sandro Bedessi/Fototeca Enit/dpa-tmn Italien setzt auf Ziele abseits der Touristenzentren Rom, Florenz, Mailand: Das sind die großen Touristenzentren Italiens. Doch das Land hat mehr zu bieten. Die noch unbekannten, aber schönen Orte will es künftig deutlicher zeigen.
Italien steht bei Touristen in diesem Jahr hoch im Kurs. Foto: Fabio Campana Italien: Fantastischer Sommer für Tourismus Bella Italia. Strände und andere Ziele am Stiefel ziehen in diesem Jahr noch mehr Urlauber an als sonst. Italiens Tourismus rechnet mit einem Rekordsommer.