Einsteiger, Gamer, Heimarbeiter: Den passenden PC finden

07.06.2016
Prozessor, Schnittstellen, Speicher: Was und wie viel davon ein neuer PC an Bord haben sollte, ist individuell verschieden. Viel hängt beim Kauf von den Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers ab. Einen richtig hochgerüsteten Rechner brauchen Experten zufolge aber die Wenigsten.
Ein neuer Computer muss her. Aber was soll das Gerät leisten? Foto: Lukas Schulze
Ein neuer Computer muss her. Aber was soll das Gerät leisten? Foto: Lukas Schulze

Haar (dpa/tmn) - Beim Neukauf eines Desktop-PCs stehen viele Nutzer ratlos vor den Datenblättern der Geräte: CPU, RAM, HDD, SSD - wie viel davon braucht man? Wichtig ist zu wissen, was man mit dem Gerät machen will. Viele Nutzer können dabei schon mit einem günstigen Einsteiger-PC zufrieden sein.

Denn dessen Leistung reicht meist für alltägliche Aufgaben völlig aus. So urteilt das «PC-Magazin» (Ausgabe 7/16). Spieler und Business-Anwender haben dagegen andere Anforderungen an ihren PC. Welche Bordmittel genügen also für wen?

Einsteiger-PC für Freizeitnutzer: Soll der PC vorrangig Aufgaben wie Internetsurfen, Chatten oder Office-Anwendungen erfüllen, genügt dafür als Prozessor ein Core-i3 oder -i5-CPUs der sechsten Generation von Intel. Bei AMD-Prozessoren sollten es schon die Highend-Chips A10 (Pro) oder A8 (Pro) sein. In Sachen Arbeitsspeicher (RAM) empfehlen die Experten vier Gigabyte (GB),die auf zwei Speichermodule verteilt sind. Ein optisches Laufwerk sei inzwischen entbehrlich - im Gegensatz zu zeitgemäßen Schnittstellen. Dazu zählten USB-3.0- und HDMI-2.0-Anschlüsse, aber auch ein Kartenleser. Die Preisobergrenze für Einsteiger-PCs ziehen die Experten bei 600 Euro.

Business-PC für Heimarbeiter: Die reinen Leistungsdaten sind für Menschen, die ihren Rechner beruflich nutzen wollen, nicht ausschließlich entscheidend. Für sie zählt zum Beispiel auch ein zuverlässiger Reparatur-Service, der im Preis eingeschlossen sein sollte. Außerdem darf der PC gerne kompakt und leise sein. Hier kann man auch mit Mini-PCs (Nettops) richtig liegen: Die kleinen Boxen finden fast überall Platz. Damit das Gerät schnell hochfährt und Programme rasch starten, lohnt es, statt einer klassischen rotierenden Festplatte (HDD) einen Festspeicher (SSD) zu wählen.

Werden vor allem Texte, Tabellen und Mails bearbeitet, genügen die Leistungsdaten eines Freizeit-PCs zwar auch hier. Sind aber mehrere Monitore im Einsatz oder müssen auch Videos und Bilder bearbeitet werden, sollte man den Experten zufolge über eine Core-i7-CPU und 16 GB RAM ebenso nachdenken wie über eine Einsteiger-Grafikkarte wie die Nvidia GeForce GT 730 oder die AMD Radeon R7. Mit 400 bis 1500 Euro ist die Preisspanne bei Business-Rechner laut «PC-Magazin» groß.

Spiele-PC für Gamer: Wer im Internet zockt, möchte seine Befehle mit möglichst wenig Verzögerung übertragen. Diese Anforderungen erfüllen bei einem Spiele-PC die Schnittstellen Gigabit-LAN und ac-WLAN. Und weil gute Games meist auch vom Klang leben, braucht der Rechner eine ordentliche Soundkarte. Wie viel Leistung Grafikkarte, Prozessor und Speicher haben müssen, hängt aber vom Spielertyp ab.

Wer zum Beispiel in 3D spielen möchte, braucht den Experten zufolge eine Grafikkarte der oberen Mittelklasse wie die Nvidia GeForce GTX 970 oder die AMD Radion R9 380, mindestens acht GB Arbeitsspeicher und mindestens eine aktuelle Core-i5-CPU. Außerdem sei eine SSD-Festplatte mit 256 GB, kombiniert mit einer 2000 GB (2 Terabyte) großen HDD-Festplatte, empfehlenswert. Die Preisspanne bei Spiele-PCs ist mit 700 bis 4000 Euro besonders groß, erläutert das «PC-Magazin».


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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