Ein Umgangsrecht für Haustiere gibt es nicht

07.04.2016
Leben Paare mit einem Haustier, hängen oft beide Partner gleichermaßen an dem Tier. Bei einer Trennung muss meist jedoch einer auf den Umgang mit dem Vierbeiner verzichten. Entscheidend ist, was im Kaufvertrag steht.
Bei Ehepaaren haben oft beide Partner eine enge Beziehung zu dem Haustier. Nach einer Scheidung hat jedoch nur derjenige Anspruch auf das Tier, dem es auch gehört. Foto: Peter Steffen
Bei Ehepaaren haben oft beide Partner eine enge Beziehung zu dem Haustier. Nach einer Scheidung hat jedoch nur derjenige Anspruch auf das Tier, dem es auch gehört. Foto: Peter Steffen

Bremen (dpa/tmn) - Bei einer Scheidung streiten die Ex-Partner manchmal auch um gemeinsame Haustiere. Etwas wie ein Umgangsrecht gebe es für Hunde und Co. aber nicht, erläutert der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Ein Haustier sei rechtlich eine Sache und stehe in der Regel demjenigen zu, der beweisen könne, dass es ihm gehört. Das gilt beispielsweise, wenn nur einer namentlich im Kauf- oder Übernahmevertrag steht. Stehen beide Partner im Vertrag, muss mitunter ein Gericht entscheiden. Idealerweise schließen beide Partner schon mit Anschaffung des Haustiers einen Vertrag, wer es im Fall einer Trennung behalten darf und wer welche Kosten übernimmt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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