Die Hochmoselbrücke wird bald freigegeben

14.11.2019
Mit 160 Metern ist die Hochmoselbrücke die zweithöchste Brücke Deutschlands. Sie fügt eine neue Strecke zwischen Eifel und Hunsrück zusammen. In wenigen Tagen wird das Bauwerk eröffnet.
Die Hochmoselbrücke überspannt das Moseltal in einer Höhe von 160 Metern auf einer Länge von 1700 Metern. Das Bauwerk wird am 21. November für den Verkehr freigegeben. Foto: Thomas Frey/dpa
Die Hochmoselbrücke überspannt das Moseltal in einer Höhe von 160 Metern auf einer Länge von 1700 Metern. Das Bauwerk wird am 21. November für den Verkehr freigegeben. Foto: Thomas Frey/dpa

Zeltingen-Rachtig (dpa) - Nach rund acht Jahren Bauzeit ist es
soweit: Die riesige Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig ist fertig.
1,7 Kilometer lang und bis zu 160 Meter hoch spannt
sich das Mega-Bauwerk im Kreis Bernkastel-Wittlich über das Moseltal.

Mit den letzten weißen Strichen geht das aktuell größte
Brückenbauprojekt in Europa zu Ende. In einer Woche werden die Autos
darüber rollen: Die Verkehrsfreigabe ist nach einer «Jungfernfahrt»
eines Politiker-Konvois für den 21. November (13.00 Uhr) geplant.

Zuvor wird am Samstag (16. November) bei einem Bürgerfest auf der
Brücke das Ende der Bauarbeiten gefeiert. Da könnten Anwohner das
Bauwerk noch einmal ganz ohne Verkehr erleben, sagt die
Ortsbürgermeisterin von Zeltingen-Rachtig, Bianca Waters.

Die Brücke ist Teil einer insgesamt 25 Kilometer langen neuen Strecke
(B50) zwischen Eifel und Hunsrück. An der Brücke wird seit 2011
gebaut, seit Sommer 2014 sind Stahlträger für den Überbau über die
Pfeiler geschoben worden. Nach dem Brückenschlag im August 2018
folgten in diesem Frühjahr und Sommer die Asphaltarbeiten. Die
Hochmoselbrücke ist die zweithöchste Brücke Deutschlands nach der
Kochertalbrücke (maximal 185 Meter) in Baden-Württemberg.

Das Bauwerk war seit seiner Planung umstritten. Kritiker bemängeln,
die Brücke zerstöre das idyllische Landschaftsbild zwischen den
Weinorten Ürzig und Rachtig. Auch Kostensteigerungen sorgten für
Schlagzeilen. Nach derzeitiger Planung kostet das gesamte Projekt 483
Millionen Euro, auf die Brücke entfallen rund 175 Millionen Euro.

B50 neu Hochmoselübergang


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Kahnfahrten auf einem Fließ im Spreewald sind sehr beliebt. Rund 1000 Kilometer Fließe (Wasserwege) durchziehen den Spreewald im Südosten von Brandenburg. Foto: Patrick Pleul Prospekte reichen nicht: Wo Tourismus funktioniert Der Deutschlandtourismus läuft, aber nicht in allen Ecken der Republik. Touristiker sagen, manche Regionen müssten sich besser vermarkten - und weg vom «Kirchturmdenken».
Der Feiertag Fronleichnam kann auch in Österreich und der Schweiz zu Staus führen. Am Gotthardtunnel ist mit Wartezeiten zu rechnen. Foto: Keystone Urs Flueeler Staus aufgrund von Ferienende und Feiertag Fronleichnam beschert einigen Bundesländern ein verlängertes Wochenende und lockt viele Kurzurlauber auf die Straßen. Außerdem enden in Baden-Württemberg und Bayern die Pfingstferien. Die Folge: Stau und stockender Verkehr auf vielen Autobahnen.
Der Reformationstag gibt vielen Arbeitnehmern die Möglichkeit, das Wochenende zu verlängern. Das könnte sich bundesweit auf den Straßen bemerkbar machen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Feiertage und Herbstferien sorgen für viele Staus Am Wochenende wird es voller auf den Straßen. Dazu trägt der Reformationstag bei. Aber auch der Ferienstart in zwei Bundesländern ist ein Grund dafür, warum sich Autofahrer auf Staus einstellen sollten.
Autofahrer brauchen viel Geduld rund um Fronleichnam. Foto: Sven Hoppe/dpa Rund um Fronleichnam viel Verkehr und hohe Staugefahr Autofahrer sollten sich auf viele Staus auf den Fernstraßen einstellen. Denn vor dem dritten Juni-Wochenende steht Fronleichnam (15. Juni) im Kalender.