Bahn bringt 2020 mehr Züge auf die Schiene

10.10.2019
Mehr Züge, neue Verbindungen - die Deutsche Bahn hat den endgültigen Fahrplan für das kommende Jahr vorgestellt. Sechs Orte bekommen wieder einen regelmäßigen Fernverkehrsanschluss.
Ein Zug des Typs ICE 4 der Deutschen Bahn (DB) verlässt den Hauptbahnhof in München. Foto: Sven Hoppe/dpa
Ein Zug des Typs ICE 4 der Deutschen Bahn (DB) verlässt den Hauptbahnhof in München. Foto: Sven Hoppe/dpa

Berlin/Frankfurt (dpa) - Entlang des Oberrheins und in die Schweiz können Kunden der Deutschen Bahn künftig häufiger den neuen ICE-4 nutzen.

Im neuen Fahrplan, der ab Mitte Dezember gilt, sind die neuen Züge zunächst für den Einsatz auf der Strecke Hamburg-Frankfurt-Karlsruhe-Basel-Zürich-Chur vorgesehen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die neuen Züge verfügen über mehr Sitzplätze und über Fahrradabteile.

Bislang werde der ICE-4 einer Sprecherin zufolge zwischen Berlin und München, Hamburg und Stuttgart sowie Hamburg und München eingesetzt. Ab Juni kommenden Jahres werde der neue ICE auch auf der Verbindung zwischen Berlin und Interlaken eingesetzt, hieß es am Donnerstag weiter. Insgesamt habe die Bahn 137 dieser Züge bestellt. «Zurzeit kommt alle drei Wochen ein fabrikneuer ICE 4 auf die Schiene.»

Der neue Fahrplan sieht darüber hinaus einen dichteren Fernverkehr auf wichtigen ICE-Linien vor. Zwischen Berlin und München und Berlin und Frankfurt sollen «für einen lückenlosen Stundentakt» zusätzliche Fahrten angeboten werden. Auf der Strecke Hamburg-Rhein/Ruhr sollen weitere Sprinter- und Verstärkerzüge zum Einsatz kommen. Das Angebot zwischen den beiden Bundesländern soll sich so um 15 Prozent erhöhen.

Bereits bekannt war die Einrichtung einer neuen Linie zwischen Dresden, Berlin und Rostock. Auf dieser Verbindung verkehrt ab Mitte Dezember eine neue Intercity-Linie mit zunächst täglich zehn Fahrten. Ab März soll diese Verbindung im Zwei-Stunden-Takt angeboten werden.

Damit bekommen sechs Orte entlang der Strecke wieder einen regelmäßigen Fernverkehrsanschluss. Dazu gehören Oranienburg und Elsterwerda in Brandenburg sowie Neustrelitz und Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern. Im Mai kommenden Jahres sollen Warnemünde und der Flughafen Schönefeld hinzukommen. Sobald der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet, werde dieser Stopp dorthin verlagert, hieß es.

Den neuen Fahrplan können Kunden ab dem 15. Oktober einsehen und auch Fahrten buchen. Mit dem Konzept Starke Schiene, auf das auch der Fahrplan ausgerichtet ist, will die Bahn pünktlicher werden und Kapazitäten ausbauen. Dafür sollen Milliarden investiert werden.

Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Bahn von Ende September 76,5 Prozent aller Fernzüge pünktlich an. Damit schneide die Bahn 1,6 Prozentpunkte besser ab als im vergangenen Jahr und erreiche den Wert, den sie sich vorgenommen habe - obwohl demnach immer noch fast jeder vierte Fernzug verspätet ans Ziel kam.

Mitteilung Bahn


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das Konzept: Die Apps der Verkehrsbetriebe verknüpfen sich im Hintergrund. Dann kann etwa ein Frankfurter in seiner RMV-App ein Ticket für einen Bus in Karlsruhe kaufen oder sich eine Verbindung in Stuttgart anzeigen lassen. Foto: Arne Dedert Gemeinsame Nahverkehrs-App für deutsche Städte geplant Mit der Nahverkehrs-App der Heimatstadt in anderen deutschen Städten Verbindungen suchen und Tickets kaufen? Ab 2020 werden für einige Verkehrsverbünde keine extra App-Downloads mehr nötig sein.
Die Deutsche Bahn führt einen Super Sparpreis ein: Künftig soll es für Fahrten ab 19,90 Euro keine Aktionszeiträume mehr geben. Foto: Jan Woitas Deutsche Bahn weitet City Ticket und Super Sparpreis aus Für nicht mal 15 Euro im ICE von Hamburg nach München? Wer flexibel ist, ergattert schon heute solche Aktionstickets. Nun kommt der «Super Sparpreis» auf Dauer. Denn der Bahn sitzt die Konkurrenz im Nacken.
Auch Tage nach dem heftigen Sturm über Norddeutschland ist der Bahnverkehr in vielen Regionen aus dem Takt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa Deutsche Bahn auf dem mühsamen Weg zum Normalzustand Die Folgen von «Xavier» beeinträchtigen weiter den Zugverkehr - einige Strecken blieben auch am Montag gesperrt. Mehr Zeit einplanen müssen etwa Reisende von Berlin nach Hamburg.
Als erstes will die Bahn den Abschnitt Hannover-Göttingen sechs Monate lang sperren - - vom 11. Juni bis 14. Dezember 2019. Foto: Swen Pförtner Bahn sperrt ab 2019 monatelang mehrere Hauptstrecken Die Bahn hat wegen vieler Verspätungen schon viel Ärger. Jetzt kommt es für Zugreisende noch dicker. Vom kommenden Sommer an müssen Strecken gesperrt werden, die zu den wichtigsten Verkehrsadern gehören.