Auswärtiges Amt: Keine Reisen in Perus Unwetter-Provinzen

21.03.2017
Heftiger Regen in den Anden hat in Peru zu schweren Überschwemmungen geführt. Das öffentliche Leben ist stark beeinträchtigt - und das betrifft auch viele Urlauber im drittgrößten Land Südamerikas. Von Reisen in einzelne Regionen Perus rät das Auswärtige Amt derzeit ab.
Durch die Überschwemmungen wurden Flüsse zu reißenden Strömen, die Ortschaften verschwinden ließen und Autos mit sich rissen. Foto: El Comercio/GDA via ZUMA Wire/dpa
Durch die Überschwemmungen wurden Flüsse zu reißenden Strömen, die Ortschaften verschwinden ließen und Autos mit sich rissen. Foto: El Comercio/GDA via ZUMA Wire/dpa

Lima/Berlin (dpa/tmn) - In Peru müssen Reisende nach anhaltend heftigen Regenfällen und aufgrund von Hochwasser weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Das gilt besonders für den Norden, schreibt das Auswärtige Amt in seinem aktuellen Reise- und Sicherheitshinweis für das südamerikanische Land.

Die Hauptverkehrsstraße in Richtung Süden zur Hauptstadt Lima sei an mehreren Stellen unterbrochen und auch der Flugverkehr beeinträchtigt, heißt es im Reisehinweis. Das Auswärtige Amt rät daher derzeit von Reisen in die besonders stark von den Unwettern betroffenen Provinzen Piura, Lambayeque, La Libertad und Ancash ab.

Von Erdrutschen betroffen ist nach Angaben des Ministeriums auch die von Lima aus nach Osten führende Hauptverkehrsstraße Carretera Central. Touristen sollten Reisen auf dieser Straße vermeiden. In Lima sind vor allem der Norden und Osten der Stadt von den Überschwemmungen betroffen.

Über die Situation informieren können sich Reisende über die lokalen Büros der Touristeninformation Perus. Pauschalurlauber wenden sich am besten an ihren Reiseveranstalter.

Nach Angaben des peruanischen Fremdenverkehrsbüros gibt es auf der touristischen Route durch den Süden des Landes zum Beispiel nach Cusco, Arequipa und Puno keine Einschränkungen. Dies gelte auch für die Landesteile San Martin, Amazonas und Loreto im Nordosten. In diesen Regionen laufe der touristische Betrieb normal.

Bei den schweren Überschwemmungen in Peru sind bereits Dutzende Menschen gestorben. Das Zentrum der drittgrößten Stadt Trujillo in der Region La Libertad wurde überspült. Als ein Grund für das Wetterchaos gilt das in größeren Abständen wiederkehrende Klimaphänomen El Niño. Vor Peru hat sich der Pazifische Ozean stark aufgewärmt, die Temperatur liegt derzeit um bis zu fünf Grad über den üblichen Werten. Dies führt zu den Regenfällen in Küstennähe.

Reise- und Sicherheitshinweis für Peru

Webseite der Touristeninformationen Perus


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die wegen Lawinengefahr eingeschlossenen Touristen in Zermatt können aufatmen. Die gesperrte Bahnstrecke wurde inzwischen wieder geöffnet. Foto: Mateusz Bocian/KEYSTONE/dpa Zug nach Zermatt fährt wieder Schnee satt wie seit Jahren nicht mehr - die Wintersportorte in den Alpen frohlocken, aber erst einmal brachte das schneelastige Wetter akute Lawinengefahr und abgeschnittene Dörfer. In Zermatt klappt der Durchbruch durch die Schneemassen nach zwei Tagen endlich.
Wer Skifahren geht, möchte über die aktuelle Wetter- sowie Schneelage informiert sein und natürlich die richtigen Pisten finden - Apps können dabei helfen. Foto: Florian Schuh Smarte mobile Helfer für Wintersportler Auf der Piste, beim Après-Ski oder am Rodelhang: Auch im Winterurlaub und in den Skigebieten ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Und dabei geht es nicht nur ums Telefonieren und Texten: Im Schnee offenbaren Handys noch ganz andere Qualitäten.
Welche Piste geht es als nächste herunter? - Mit der richtigen App kann das Smartphone bei der Entscheidung helfen. Foto: Westend61/Dieter Schewig Weiße App-Pracht: Mit dem Smartphone durch den Winter Des Skifahrers Freud, des Autofahrers Leid: Schnee. Gut, wenn man für jede Situation die passende App auf dem Smartphone hat - und dann immer weiß, was der Winter gerade im Schilde führt.
Pauschalurlauber sollten bei schlechtem Wetter mit einer Fähre zum Flughafen gebracht werden und gerieten dabei in Seenot. Das Landgericht Köln sprach ihnen Schmerzensgeld zu. Foto: Oliver Berg Bootstransfer bei Unwetter ist Reisemangel Die Erinnerung an den Urlaub sollte eigentlich schön sein. Doch was, wenn die Rückreise einen traumatischen Eindruck hinterlässt? Der Veranstalter kann sich in einem solchen Fall nicht herausreden.