Nothilfe für Studenten wird wieder aufgelegt und verlängert

20.11.2020
Wegen der Corona-Pandemie haben viele Studenten ihren Nebenjob verloren. Bis Ende September gab es für sie eine Überbrückungshilfe. Das Förderprogramm soll nun wieder aufgelegt werden.
Wegen der Corona-Einschränkungen fielen viele Studentenjobs weg. Der Staat greift Bedürftigen wieder unter die Arme. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Wegen der Corona-Einschränkungen fielen viele Studentenjobs weg. Der Staat greift Bedürftigen wieder unter die Arme. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Berlin (dpa) - Wegen des Teil-Lockdowns legt die Bundesregierung ihre Corona-Nothilfen für Studenten wieder auf und weitet diese außerdem aus. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte jetzt, Anträge auf die sogenannte Überbrückungshilfe könnten ab sofort wieder gestellt werden.

Die Nothilfe war Ende September ausgelaufen. Sie soll nun erneut bis zum Ende des laufenden Wintersemesters gewährt werden. Die Leistung richtet sich an Betroffene, die zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in eine finanzielle Notlage geraten sind. Zusätzlich sollen für den KfW-Studienkredit, der wegen Corona zunächst bis März 2021 zinsfrei gestellt wurde, bis Ende 2021 keine Zinsen fällig werden.

In der Corona-Krise hatte das Bildungsministerium zwei Hilfsangebote für Studenten in Not aufgestellt: Zum einen ist das die Überbrückungshilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie wurde von Juni bis September an diejenigen ausgezahlt, die mit Kontoauszügen nachweisen konnten, dass sie in einer pandemiebedingten Notlage sind, etwa weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs ausblieben. Gezahlt wurden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat. Die zweite Säule ist der KfW-Studienkredit, den es auch vor der Krise schon gab, der nun aber seit Mai zinsfrei gestellt ist.

© dpa-infocom, dpa:201120-99-405626/2

KfW-Studienkredit


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Während in der Corona-Krise vieles stillsteht, können künftige Schulabsolventen die Zeit nutzen, um sich über ihre Berufswünsche klar zu werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Berufspläne schmieden in Corona-Zeiten Schulabschluss, und jetzt? Wenn alles «Krise!» ruft, ist das Gefühl der Orientierungslosigkeit besonders groß. Ein Experte erklärt, warum Schüler jetzt nicht alle Pläne über den Haufen werfen müssen.
Nina Uhlich absolviert eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Radiologieassistentin an der staatlichen Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg. Foto: Lino Mirgeler/dpa-tmn Wie werde ich Radiologieassistent/in? Medizinisch-technische Radiologieassistenten bestrahlen ihre Patienten um Krankheiten zu enttarnen. Das erfordert technisches Verständnis, Fingerspitzengefühl - und erstmal ein finanzielles Polster. Bezahlt wird die Ausbildung nämlich meistens nicht.
Dr. Beate Großegger ist Kommunikationswissenschaftlerin am Institut für Jugendkulturforschung in Wien. Foto: Vreni Arbes Fotografie/dpa-tmn Was Corona für Studienanfänger bedeutet «Lost» ist 2020 das Jugendwort des Jahres. Es beschreibt ein Gefühl, dass auch viele Erstsemester kennen dürften. Was in Zeiten der Verunsicherung Stabilität geben kann, erklärt eine Jugendforscherin.
Neue Masterstudiengänge bieten in diesem Jahr etwa die Universitäten in Bonn, Bochum und Augsburg. Foto: Alaa Badarneh Neue Studienangebote an Universitäten und Fernhochschulen Zum kommenden Sommer- und Wintersemester bieten die Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland einige neue Studiengänge an. Studieninteressierte haben die Möglichkeit, sich noch auf freie Plätze zu bewerben.