Wie lange hält sich meine Hautcreme?

14.01.2022
Auch Beauty-Produkte haben ein Ablaufdatum. Wann Cremes, Sprays, Gele und Make-up reif für den Mülleimer sind, verrät ein Blick auf die Verpackung. In vielen Fällen lassen sich Kosmetika aber retten.
Viele Kosmetika tragen einen Hinweis, wie lange sie haltbar sind. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Viele Kosmetika tragen einen Hinweis, wie lange sie haltbar sind. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Sie schlummern in den Schränken des Badezimmers: Abgelaufene Kosmetika. Denn über die Zeit sammelt sich so einiges auf der Ablage an. Die Frage ist dann: Kann ich das guten Gewissens noch verwenden?

Ein Blick auf die Verpackung kann zwar helfen. Das angegebene Haltbarkeitsdatum lässt allerdings nicht immer einen Rückschluss zu, ob das Produkt nun wirklich unbenutzbar ist.

Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) gibt hilfreiche Tipps, wie Sie die Haltbarkeit erkennen und sogar verlängern können.

So erkennt man die Haltbarkeit:

• - Ist ein Kosmetikprodukt weniger als 30 Monate haltbar, trägt es ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Entweder findet sich auf dem Etikett der Ausdruck «Mindestens haltbar bis» oder ein Sanduhrsymbol gefolgt von einer Datumsangabe.

• - Eine grundsätzlich längere Haltbarkeit lässt sich am Symbol eines offenen Cremetiegels erkennen. Erst mit dem Öffnen beginnt das Ablaufen einer Frist, nämlich der Verwendungsdauer. Steht dort zum Beispiel «12 M», kann man das Produkt bedenkenlos zwölf Monate lang nutzen.

• Sprays in Druckgaspackungen oder wasserfreie Produkte wie Puder sind unbegrenzt haltbar. Der IKW rät, im Zweifelsfall zu schauen, ob sich Farbe, Geruch und Konsistenz verändert haben. Ist das der Fall, bleibt nur noch die Entsorgung.

So erhöht man die Haltbarkeit:

• Es empfiehlt sich, eine Packung wirklich erst dann zu öffnen, wenn man den Inhalt auch nutzt. Und man sollte Produkte immer möglichst zügig aufbrauchen.

• Die Verpackung nach der Anwendung wieder sorgfältig schließen.

• Um das Produkt nicht zu verunreinigen, sollten die Cremes, Gele und Pasten nur mit sauberen Händen, Pinseln oder Spateln aus dem Behältnis entnommen werden.

• Kosmetikprodukte niemals verdünnen oder mischen. Beim Umfüllen in Nachfüllpackungen sollte man darauf achten, dass der Inhalt nicht verunreinigt wird.

• Kosmetikprodukte trocken, kühl und dunkel lagern. Dies gilt insbesondere bei kurzer Mindesthaltbarkeit.

Der IKW empfiehlt, Produkte, die nur noch kleine Mengen enthalten, möglichst auf der Ablage nach vorn zu stellen, so dass man sie als Erstes sieht und somit eher verwendet. So lässt sich auch wieder mehr Platz und Ordnung im Badezimmer schaffen.

© dpa-infocom, dpa:220114-99-708120/3

Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Auf der Tubenfalz dieser Creme steht ein konkretes Mindesthaltbarkeitsdatum. Die Zeitangabe gilt unabhängig davon, ob man die Verpackung schon einmal geöffnet hat oder nicht. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Wie lange Cremes und Co. haltbar sind 30 Monate - so lange sind Creme, Puder, Zahnpasta und andere Kosmetik- und Pflegeprodukte meist mindestens haltbar. Wenn es weniger ist, muss es ein Datum oder eine Zeitangabe auf der Verpackung geben. Doch wo findet man diese, und wie liest sie sich?
Immer schön sauber halten: am besten die Creme mit einem Spatel entnehmen. Foto: Christin Klose So bleiben Kosmetikprodukte länger haltbar Ob die Mascara, die schon eine Weile im Spiegelschrank liegt oder der Lippenstift, der alle paar Monate mal zu Gebrauch kommt - Kosmetik hat ein Haltbarkeitsdatum. Ein paar Tipps, damit ihr Produkte nicht zu schnell verderben:
Gute Vorsätze für Beauty-Produkte. Einer lautet: Reinigen Sie regelmäßig Pinsel und Schwämmchen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Vier einfache Beauty-Tipps für 2021 Jedes Jahr startet mit guten Vorsätzen. Meistens werden die aber nach kurzer Zeit schon wieder verworfen. Wir haben aber einige Beauty-Tipps, die sich leicht umsetzen lassen - das ganze Jahr lang.
Im Winter ist eine Tagescreme mit UV-Schutz nicht unbedingt relevant. Es sei denn, man ist viel im Hochgebirge unterwegs. Foto: Andrea Warnecke Tagescreme mit UV-Schutz muss im Winter nicht sein Der UV-Schutz spielt eine große Rolle. Dann nämlich, wenn die Sonne direkt auf der Haut brennt. Das gilt zumindest für den Sommer. Im Winter dagegen sind Pflegeprodukte mit UV-Schutz in den meisten Situationen nicht unbedingt notwendig.