Das Cape als stilvolle Übergangsjacke

05.08.2019
Eine lange Hose und ein Pulli reichen an sonnigen Herbsttagen oft nicht aus, um länger warm zu halten. Ein Mantel ist aber zu viel. Eine gute Zwischenlösung? Das Cape.
Die Bandbreite an Farben, Muster und Formen der Capes ist groß. Hier ein Beispiel von Etro aus Wolle und Seide (ca. 1.095 Euro). Foto: Etro/dpa-tmn
Die Bandbreite an Farben, Muster und Formen der Capes ist groß. Hier ein Beispiel von Etro aus Wolle und Seide (ca. 1.095 Euro). Foto: Etro/dpa-tmn

Ulrichstein (dpa/tmn) - Batman hat eines. Sherlock Holmes auch. Und für Frauen besonders interessant: Hollywood-Ikonen wie Grace Kelly und Audrey Hepburn hüllten sich in ein Cape. Es handelt sich bei dem Kleidungsstück also nicht um etwas, was man im Karneval überwirft.

Der lange Umhang sorgt modisch auch im Alltag immer für einen großen Auftritt. Nun, im Herbst 2019, erlebt es ein großes Comeback. Internationale Modedesigner haben dieses lässige Modestück für sich wiederentdeckt und machen es teils zum Fokusstück ihrer trendigen Outfits.

Wie trägt man das Cape?

Als klassischer und praktischer Jacken-Ersatz in der Übergangszeit, wenn es mal wärmer, mal kälter ist. «Es lässt sich lässig überwerfen und ist gerade im Herbst ideal, um es über einem Pulli zu tragen», findet die Modeberaterin Milena Georg aus Ulrichstein (Hessen).

Aber das Cape lässt sich auch im Büro gut tragen. «So kann man ein Cape zusammen mit einem klassischen Kostüm oder Hosenanzug prima im Berufsalltag tragen», sagt Designerin Ritchie Karkowski aus Timmendorfer Strand. «Zu extrem sportlichen Outfits aus dem Athleisure-Bereich dagegen sind sie ein spannender Stilbruch.»

Welche Varianten gibt es im Handel?

Das Kleidungsstück hat typischerweise eine A-Form und ist ärmellos. Häufig hat es eine Kapuze oder einen Stehkragen und wird ohne oder mit Verschluss getragen. Aktuell finden sich im Handel kurze wie auch beinahe bodenlange Varianten, schmalere und weitere Schnitte.

Daneben sind viele Modelle mit Extras versehen. «Dazu gehören Knöpfe oder Ösen, die aufwendig gestaltet sind, ebenso wie gemusterte Details an Kragen oder Saum», beschreibt Karkowski.

Welches Cape sollte ich mir kaufen?

Die Stilberaterin Maria Hans aus Hamburg rät, die Länge und die Weite auf die Körpergröße abzustimmen. «Kleine Frauen sollten sich eher für ein kurzes Cape entscheiden. Wer ein wenig kräftiger ist, greift zu einem schmal geschnittenen Modell.» Denn ein Cape, das den Körper lose umhüllt, trägt optisch immer auch etwas auf. Daher sollte man darunter auch Kleidungsstücke tragen, die schmal geschnitten sind, ergänzt die Modeberaterin Georg. So lässt sich die eigentliche Körpersilhouette noch gut erkennen.

Auch die Stoffwahl kann für kleine optische Hingucker sorgen: Während Wollstoffe oder Jersey beispielsweise dafür sorgen, dass das Cape schön fällt, schimmert ein Modell aus Samt leicht. Es ist daher für das Ausgehen am Abend gut geeignet, wie Georg erklärt.

Maria Hans rät: «Das Cape sollte angenehm leicht sein, so dass man es wirklich mal eben lässig überwerfen und im Zweifelsfall sogar als eine Art Schalersatz nutzen kann.»

Welche Farben sind im Trend?

«Ein Klassiker, mit dem man nichts falsch machen kann, ist sicher das Cape in Beige», sagt Modeexpertin Karkowski. «Richtig auffallend dagegen ist ein Cape in einer der angesagten Signalfarben wie etwa Orange.»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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