Bademode-Trends für den Sommer 2021

31.05.2021
Ein Sprung in den See ist auf jeden Fall möglich - unabhängig von den Corona-Regeln. Manche wagen ihn textilfrei. Wer lieber mit Badekleidung schwimmt, erfährt hier, was diesen Sommer angesagt ist.
Einen echten Klassiker präsentiert Bonprix: Ein Badeanzug mit Streifen (ca. 30 Euro). Foto: bonprix/dpa-tmn
Einen echten Klassiker präsentiert Bonprix: Ein Badeanzug mit Streifen (ca. 30 Euro). Foto: bonprix/dpa-tmn

Ulrichstein/Hannover (dpa/tmn) - Wie in diesem Jahr der Sommerurlaub genau aussieht, ist wegen Corona für viele noch nicht ganz klar. Doch eines ist sicher - egal ob am Baggersee, im Schwimmbad, am Strand oder im Pool, die meisten wollen beim Schwimmen bestimmt eine gute Figur machen. Die aktuellen Trends bei der Bademode im Überblick:

Echte Klassiker und figur-freundliche Schnitte

Was die Formen der Bademode angeht, haben die Designer offenbar eine Zeitreise gemacht - und zwar in die 1980er Jahre, so Milena Georg. Die Shoppingberaterin aus Ulrichstein in Hessen nennt Beispiele: «Die typischen Anzeichen dafür sind vor allem die hohen Beinausschnitte, die damals so modisch waren.»

Aber auch hoch geschnittene Bikinihöschen, sogenannte High-Waist Modelle, die bis zum Bauchnabel reichen, seien angesagt. Die kenne man nicht nur aus den Achtzigern, sondern auch aus den Fünfzigern.

Die Fifties lagen in der Bademode zwar schon vor einigen Jahren im Trend. Neu ist aber, dass die Designer jetzt Einflüsse verschiedener Epochen kombinieren - zum Beispiel hohe Beinausschnitte bei High-Waist Bikinihöschen.

Das ist für manche Frauen sehr vorteilhaft: «Hohe Beinausschnitte beispielsweise sind ideal für kleine Frauen, weil sie die Silhouette strecken», erklärt Lydia Maier, Typberaterin aus Starnberg. Und: «High-Waist Hosen kaschieren natürlich das kleine Bäuchlein perfekt.»

Das dürfte manche Frauen erleichtern. Denn jede, die ein Bikini oder Badeanzug schon einmal im kalten Licht der Umkleidekabine anprobiert hat, weiß: Es ist gar nicht so leicht, das richtige Modell zu finden. Zumal bei der Bademode die Figur eine viel größere Rolle spiele als bei sonstigen Modetrends, so Maier.

Vintage-Muster sowie Sommerfarben

Vintage-Einflüsse sind in der aktuellen Bademode ein großes Thema, so Anette Helbig, Einkaufsberaterin aus Hannover. Das gilt nicht nur für die Schnitte, sondern vor allem auch für die Muster.

«Polka-Dots, also große Punkte, und Vichy-Karos sind ganz typisch für die Fifties», sagt Helbig. Das sind Farbstreifen in Rot, Blau oder in Pastelltönen auf weißem Grund, die sich mit gleich breiten Zwischenräumen abwechseln und überkreuzen.

«Viele der Trends, die man jetzt bei der aktuellen Swimwear sieht, kann man schon als echte Klassiker bezeichnen», erklärt Shoppingberaterin Milena Georg. «Dazu zählen vor allem Muster wie Grafik-Prints, tropische Blüten oder Streifen.»

Es zeigt sich die ganze Bandbreite der Sommerfarben: Zarte Pastelle ebenso wie kräftige Neonfarben, aber auch edles Schwarz und klassisches Weiß sind angesagt.

Raffinierte Ausschnitte, Rüschen und Volants

Neu bei der Bademode ist, dass die Designer sich verstärkt auf Details konzentrieren: «Träger mit Schmuckelementen oder asymmetrische Ausschnitte sind dabei echte Hingucker», so Helbig.

«Bei den Ausschnitten seien vor allem die sogenannten One-Shoulder-Varianten angesagt», sagt Milena Georg. «Während eine Schulter frei bleibt, sorgt auf der anderen Seite ein breiter Träger für Halt.»

Bei den Trägern, aber nicht nur dort, taucht ein Stil-Element häufig auf: Rüschen. Sie sind angesagt und auch bei Bikinis oft zu sehen - da betonen sie beispielsweise die Hüften, sagt Anette Helbig.

Auch Volants gehören zu den Details der aktuellen Bademode - etwa bei Badeanzügen mit Carmen-Ausschnitt. Rüschen und Volants an Oberteilen seien toll für Frauen mit kleiner Oberweite, weil sie mehr Volumen schenken», sagt Lydia Maier.

Der Unterschied ist schnell erklärt: Volants sind kreisförmig geschnittene Stoffbahnen, die nicht gerafft werden. Rüschen bestehen aus einer gerafften Stoffbahn.

Nachhaltige Materialien sowie lässige Shorts für Männer

Auch mit Materialien können Frauen viel erreichen: «Umso elastischer und fester der Stoff für Bikini oder Badeanzug ist, umso besser hält er die Figur in Form», erklärt Lydia Maier.

Apropos Materialien - auch hier hat sich viel getan. Nachhaltige Qualität wird immer wichtiger. «Ein großes Thema sind dabei recycelte Stoffe wie etwa Polyester oder Elastan», so Anette Helbig.

Das spielt auch in der aktuellen Bademode für Männer eine große Rolle. Der Trend gehe hier laut Helbig klar zu lässigen Silhouetten: Knielange Badeshorts sind angesagt. «Die Muster reichen von Streifen im Color-Blocking über exotische Prints bis zu Comiczeichnungen.»

© dpa-infocom, dpa:210528-99-779342/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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