Tesla kündigt günstiges Einstiegsmodell an

24.09.2020
Mit einem neuen voll autonomen Elektro-Fahrzeug will Tesla-Chef Elon Musk in die Mittelklasse vordringen. In etwa drei Jahren soll es ein massentaugliches Einstiegsmodell geben.
Tesla will ein Fahrzeug zum Schnäppchenpreis auf den Markt bringen, das zudem vollautonom fahren kann. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Tesla will ein Fahrzeug zum Schnäppchenpreis auf den Markt bringen, das zudem vollautonom fahren kann. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Fremont (dpa) - Elon Musk will einen Tesla zum Schnäppchenpreis auf den Markt bringen - der zudem vollautonom fahren kann. «Wir sind zuversichtlich, dass wir ein sehr, sehr überzeugendes Elektroauto für 25.000 Dollar bauen können», sagte der Unternehmer bei Teslas «Battery Day» (22. September) im kalifornischen Fremont.

Allerdings müssen sich Kunden noch gedulden, denn Voraussetzung dafür, dass die Preise so stark fallen können, sind drastische Kostensenkungen in der Batterieherstellung. Musk glaubt, diese in etwa drei Jahren erreichen zu können.

Ein Einstiegsmodell für 25.000 Dollar könnte Teslas Erfolg beflügeln. Allerdings kann dieser Preis für Deutschland nicht einfach nach dem Wechselkurs in 21.400 Euro umgerechnet werden. So wird das Model 3 in den USA ab einem Listenpreis von 39.990 Dollar angeboten, das 34.200 Euro entspricht. In Deutschland startet die Preisliste für das Model 3 aber erst bei 42.900 Euro, auch weil hierzulande immer die Mehrwertsteuer mit einberechnet werden muss und Anpassungen für den deutschen Markt Kosten verursachen.

Der Tech-Milliardär Musk kündigte in Fremont an, dass die Batteriekosten dank technischer Fortschritte insgesamt halbiert und die Reichweite der E-Autos stark erhöht werden sollen. Es handelte sich jedoch lediglich um mittel- bis langfristige Versprechen. Musk hatte die Hoffnungen am Vorabend gedämpft, indem er erklärte, dass sich die Innovationen in Teslas Batterie-Technologie erst ab 2022 in größeren Produktionsvolumen bemerkbar machen dürften.

© dpa-infocom, dpa:200924-99-691282/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Zukunftsmusik mit Tesla-Chef Elon Musk: Der US-amerikanische Hersteller arbeitet an einem Einstiegsmodell für 25.000 Dollar. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB Musk verspricht Schnäppchen-Tesla Tesla-Chef Elon Musk will mit einem neuen voll autonomen Elektro-Fahrzeug in die Mittelklasse vordringen. Bis das in Deutschland zu haben ist, könnte es aber noch ein paar Jahre dauern.
Stromer mit Stern: Das erste Elektroauto von Mercedes hört auf den Namen EQC und soll Mitte kommenden Jahres auf die Straße surren. Foto: Daimler AG Daimler bläst mit dem EQC zur Aufholjagd auf Tesla Daimler stellt das erste Mitglied seiner neuen Elektro-Familie vor. Der EQC soll dem Stuttgarter Autobauer den Weg in ein neues Zeitalter der Mobilität ebnen. Die Konkurrenz hat aber reichlich Vorsprung.
Strom tanken, zapfen oder laden? Wie auch immer. Fest steht, dass die Elektromobilität viele neue Begriffe in den Alltag der Autofahrer bringt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Das große Glossar rund ums E-Auto CCS, Range-Extender und PSM: Wer sich mit Elektroautos beschäftigt, trifft auf Begriffe, die mehr nach Raumfahrt als nach Straßenverkehr klingen. Unwissenheit herrscht oft auch bei praktischen Fragen wie Tanken und Reichweite. Eine kleine Stromerkunde schafft Abhilfe.
Das große Display in einem Prototypen des Byton M-Byte ist das Highlight des Elektro-SUVs. Alternative Modelle gibt es von den Konkurrenten Tesla und Fisker. Foto: Andrej Sokolow/dpa CES startet mit Showdown der Elektro-SUVs Der eine hat ein Solardach, der andere ein Display größer als manche Fernseher: Mit Anbruch der Elektroauto-Ära suchen Hersteller neue Argumente, um den Käufern einen Neuwagen schmackhaft zu machen.