Abkühlung am Steuer? Mit T-Shirt und ohne Eis sicher fahren

18.07.2022
Das Thermometer klettert immer weiter nach oben - auch am Steuer suchen viele nach Erfrischung und Abkühlung. Von manchen Sachen lässt man aber besser die Finger.
Hitze im Auto: Wasser trinken hilft, aber am besten nur im stehenden Auto, wenn nicht potenziell beide Hände gebraucht werden. Auch ein Eis isst man daher besser nicht beim Fahren. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Hitze im Auto: Wasser trinken hilft, aber am besten nur im stehenden Auto, wenn nicht potenziell beide Hände gebraucht werden. Auch ein Eis isst man daher besser nicht beim Fahren. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Puh, ist das eine Hitze im Wagen. Wer keine Klimaanlage hat, mag darüber nachdenken, mit freiem Oberkörper Auto zu fahren. Doch das ist nicht nur eine persönliche Geschmacksfrage, sondern vor allem riskant.

Wer eine Vollbremsung hinlegen muss und in den Gurt gedrückt wird, riskiert starke Reibungshitze zwischen Haut und Gurt. Die kann laut Dekra zu schmerzhaften Brandverletzungen führen. Ein T-Shirt verhindert oder vermindert solche Auswirkungen. Auch bei Hitze gilt: Der Gurt muss stets eng am Körper liegen, um optimal zu schützen.

Vor dem Losfahren im Hochsommer lässt man am besten zunächst die angestaute Hitze aus dem Auto, indem man für etwa eine Minute die Türen und die Heckklappe öffnet. Wer eine Klimaanlage an Bord hat, stellt für schnellstmögliche Abkühlung die Lüftung auf Umluft und regelt zunächst auf maximale Kühlleistung. Später lässt sich die Temperatur optimal einstellen. Den kalten Luftstrom auf Körperpartien zu richten, ist wegen der Erkältungsgefahr nicht die beste Idee.

Nicht zu stark runterkühlen

Damit der Hitzeschock beim Aussteigen nicht zu groß ist, sollte der Innenraum nicht zu stark heruntergekühlt werden. Als Wohlfühltemperatur nennt der ADAC zwischen 22 und 25 Grad. Wer empfindlich ist, kann vor dem Aussteigen noch mit geöffneter Autotür ein paar Minuten im Auto sitzen bleiben, um sich langsam an die hohen Außentemperaturen zu gewöhnen.

Übrigens, sich mit einem leckeren Eis im Auto zu erfrischen, überlässt der Fahrende besser den Mitfahrern. Am Steuer kann tropfendes oder abbrechendes Eis für Ablenkungen vom Verkehr sorgen. Zudem hat dann stets eine Hand mit dem Eis zu schaffen, was beim Blinken oder in kritischen Situationen heikel werden kann.

Mit Flipflops am Steuer?

Apropos Sicherheit: Mit Flipflops oder barfuß am Steuer zu fahren, ist nicht ausdrücklich verboten, birgt aber ein höheres Unfallrisiko. Der Fuß kann laut Dekra so leichter vom Pedal rutschen als mit fester Sohle. Und nach einem Unfall kann der Fahrer oder die Fahrerin mit Verweis auf die Sorgfaltspflicht mit einem Bußgeld rechnen. Auch Probleme mit der Versicherung sind demnach unter Umständen möglich. Wer beruflich fährt, muss grundsätzlich festes Schuhwerk tragen.

© dpa-infocom, dpa:220718-99-67471/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wann lassen sich Klimaanlagen in älteren Autos nachrüsten? Foto: Christin Klose/dpa-tmn Lässt sich eine Klimaanlage im Auto nachrüsten? Die jüngste Hitzewelle hat viele ins Schwitzen gebracht. Gut, wenn zumindest das Auto eine Klimaanlage hat. Aber wenn nicht, lässt sich die nachrüsten, und was kostet das? Und was hilft sonst bei Hitze im Auto - Ventilatoren vielleicht?
Clever cool bleiben: Die Klimaanlage im Auto stellt man besser nicht zu kalt ein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn So stelle ich die Klimaanlage im Auto richtig ein Ist Ihnen auch so warm? Und Sie müssen auch noch Auto fahren? Gut, wenn eine Klimaanlage verbaut ist. Doch die sollte auch an heißen Tagen besser nicht zu kalt eingestellt werden.
Auch wenn die Hitze drückt: Mehr als acht Grad Differenz zur Außentemperatur sollten es im Innenraum nicht sein. Foto: Franziska Kraufmann Klimaanlage im Auto auch bei Hitze nicht zu kalt einstellen Die Temperaturen gehen derzeit rasant nach oben. Da ist bei vielen Autofahrern die Versuchung groß, die Klimaanlage auf Hochtouren laufen zu lassen. Übertreiben sollte man aber nicht - sonst drohen unangenehme Nebeneffekte.
Gibt die Klimaanlage ihren Geist auf, können die Temperaturen im Auto extrem steigen. Die Folge ist eine erhöhte Unfallgefahr. Foto: Patrick Seeger Ab 27 Grad wird's gefährlich Fällt die Klimaanlage im Auto aus, kann es im Innenraum schnell zu warm werden. Die Folgen sind Konzentrationsschwäche und einsetzende Müdigkeit - immer wieder mit fatalem Ausgang.