Schwarzer Knoblauch macht keine Fahne

11.02.2020
Besonders appetitanregend sieht schwarzer Knoblauch nicht aus. Und schwer zu haben, ist er auch. Dafür hat die Knolle im Gegensatz zur weißen Version einen entscheidenden Vorteil.
Durch Fermentierung wird aus weißem Knoblauch schwarzer Knoblauch. Die Zehen schmecken süß statt scharf und ein wenig nach Lakritz. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Durch Fermentierung wird aus weißem Knoblauch schwarzer Knoblauch. Die Zehen schmecken süß statt scharf und ein wenig nach Lakritz. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Wer auf Knoblauch nicht verzichten möchte, auf die ungeliebte Knobi-Fahne danach hingegen schon, kann zur schwarzen Variante greifen. Schwarzer Knoblauch hat einen geringeren Allicingehalt als die weiße Knolle und verursacht nicht den typischen Geruch und Geschmack.

Beim schwarzen Knoblauch handelt es sich nicht um eine eigene Sorte oder gar eine neue Züchtung, erklärt die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, Susanne Moritz. Stattdessen ist es ganz normaler weißer Knoblauch, der in einem speziellen Verfahren fermentiert wird.

Weil er über Monate unter bestimmten klimatischen Bedingungen gelagert wird, nehmen die Zehen die schwarze Farbe an. Sie werden weicher, bekommen eine geleeartige Konsistenz und schmecken eher süß als scharf, fast ein wenig nach Lakritz.

Schwarzer Knoblauch passt roh oder als Gewürz gut zu Soßen, Salaten oder Fleisch. Er ist in gut sortierten Supermärkten und Feinkostläden erhältlich sowie im Online-Handel.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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