Lasern schadet Obst und Gemüse nicht

21.01.2020
Um Bio-Obst und Bio-Gemüse zu kennzeichnen, wurde lange Folie verwendet. Doch Bio und Folie passen nicht zusammen. Deshalb setzt sich Natural Branding durch. Hat das Einfluss auf die Lebensmittel?
Beim Lasern von Logos oder Kennzeichnungen wird die Farbe aus der obersten Zellschicht von Obst oder Gemüse entfernt - wie hier bei einem Apfel auf der Grünen Woche. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Beim Lasern von Logos oder Kennzeichnungen wird die Farbe aus der obersten Zellschicht von Obst oder Gemüse entfernt - wie hier bei einem Apfel auf der Grünen Woche. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Sie sehen aus wie der Bikiniträger-Abdruck auf sonnenverwöhnter Haut: Doch kommen Logos und Bio-Gravuren auch mit Sonnen-Schablonen auf Äpfel, Avocados und Co.? «Nein, die Beschriftung kommt erst nach der Ernte mittels Laser auf das Obst und Gemüse», klärt Ulrike Bickelmann von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf.

Das Verfahren hat keinen Einfluss auf Haltbarkeit, Geschmack oder Vitamingehalt. «Das Produkt wird nicht geschädigt, da nur in der obersten Zellschicht die natürliche Farbe entfernt wird», sagt Bickelmann.

Um Bio-Obst oder -Gemüse von herkömmlichen Lebensmitteln unterscheiden zu können, wurden die Produkte lange Zeit mit Plastikfolien oder Aufklebern gekennzeichnet. Das fanden Verbraucher und Bio-Produzenten alles andere als ökologisch. So setzen die Lebensmittelketten zunehmend auf das Natural Branding mittels Lasertechnologie.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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