Dengue-Fieber: Auf Sri Lanka vor Mücken schützen

17.12.2018
Auf Sri Lanka gibt es aktuell besonders viele Fälle von Dengue-Fieber. Auch Reisende sind gefährdet, denn die Krankheit wird von Stechmücken übertragen. Während die erste Infektion nicht viel schlimmer als eine Grippe verläuft, kann die zweite tödlich sein.
Wer derzeit auf Sri Lanka unterwegs ist, sollte ein Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET dabei haben. Die Insekten übertragen oft das Dengue-Fieber. Foto: M.A. Pushpa Kumara
Wer derzeit auf Sri Lanka unterwegs ist, sollte ein Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET dabei haben. Die Insekten übertragen oft das Dengue-Fieber. Foto: M.A. Pushpa Kumara

Düsseldorf (dpa/tmn) - Reisende auf Sri Lanka sollten sich gut vor Mückenstichen und damit vor Dengue-Fieber schützen. Die unter Umständen tödlich verlaufende Krankheit wird von überwiegend tagaktiven Tigermücken übertragen.

Die Infektionsgefahr besteht auf der ganzen Insel und auch außerhalb der Hauptübertragungszeit im Juli und August. Darauf weist das Centrum für Reisemedizin (CRM) hin.

Die Mediziner empfehlen Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent. Helle und lange Kleidung schreckt die Mücken auch ab. Dünnes Gewebe sollte aber zusätzlich mit einem Insektenschutz für Textilien besprüht werden.

Seit Jahresbeginn 2018 wurden dem CRM zufolge rund 45.700 Fälle von Dengue-Infektionen gemeldet, mindestens 45 Menschen seien daran gestorben. Immerhin sinken die Zahlen auf der Insel: 2017 waren es insgesamt 185 195 Erkrankungen und mindestens 395 Todesopfer. Die Behörden haben sich seither um eine stärkere Mückenbekämpfung bemüht.

Das Dengue-Fieber kann tödlich sein, wenn auch nicht bei der Erstinfektion. Dann löst es nur eine grippeähnliche Erkrankung aus, die sich zwei bis zehn Tage nach einem Mückenstich zeigt. Typische Symptome sind hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein Druckschmerz hinter dem Auge und eine flüchtige Hautrötung. Die Schmerzen und das Fieber klingen bald ab, Betroffene können sich aber über mehrere Wochen abgeschlagen fühlen.

Besonders schwere Erkrankungen zeigen sich nach einer zweiten oder dritten Infektion. Dann sind innere Blutungen und Schocksymptome möglich. Aber Reisende sind laut CRM davon nur sehr selten betroffen. Trotzdem wird geraten, sich an einen Arzt zu wenden, wenn man während oder nach einer Reise in Südostasien grippeähnliche Symptome feststellt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In Spanien sind die ersten Fälle einer Infektion mit dem Chikungunya-Virus im eigenen Land registriert worden. Übertragen wird der Virus von der Asiatische Tigermücke. Foto: Patrick Pleul Wie gefährlich ist die Tigermücke in Spanien? Der erste Fall einer lokalen Infektion mit dem Chikungunya-Virus in Spanien bereitet Experten einige Sorgen. Einen Impfstoff gibt es noch nicht. Den Sommerurlaub im Sonnenland muss man deshalb aber nicht stornieren.
Parasiten können gefährliche Krankheiten auf Hunde übertragen. Halter sollten besonders bei Reisen in den Süden gut informiert sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa So schützen Hundehalter ihr Tier Parasiten können bei Hunden gefährliche Krankheiten übertragen. Vor allem wer mit seinem Tier ins Ausland reist, sollte sich im Vorfeld gut informieren. Einen Überblick bekommen Halter auf der Webseite des ESCCAP.
In der Alten Saline in Bad Reichenhall wurde Salz hergestellt. 1929 endete die Produktion, inzwischen ist der Ort ein Industriedenkmal. Foto: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH Reise-News: Sole-Jubiläum und Touren für Gehörlose Salz spielte im Berchtesgadener Land lange Zeit eine wichtige Rolle. Nun feiert das dortige Bergwerk sein 500-jähriges Bestehen mit Sonderführungen. Der Nationalpark Schwarzwald stellt sich auf Besucher mit Behinderung ein. Mallorcas Urlaubshochburgen erhalten eine bessere Verbindung zum Flughafen.
Australien-Urlauber sollten sich derzeit vor Stechmücken schützen. Sie können das Ross-River-Fieber übertragen. Foto: Patrick Pleul Ross-River-Fieber in Südost-Australien: Vor Mücken schützen Mückenstiche sind nie angenehm. Wenn die Plagegeister aber noch mehr als nur Juckreiz bringen, kann der Urlaub schnell vorbei sein. Australien-Reisende sollten in der nächsten Zeit besonders aufpassen.