Test: Bedenkliche Stoffe in konventionellen Lippenstiften

22.02.2018
Schadstoffe auf den Lippen: Die «Öko-Tester» haben den herkömmlichen Lippenstiften schlechte Noten gegeben. Dagegen punktet die Naturkosmetik.
Die meisten konventionell hergestellten Lippenstifte basieren auf Fetten, die aus Erdöl hergestellt werden. In diesen können bedenkliche Stoffe stecken. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Die meisten konventionell hergestellten Lippenstifte basieren auf Fetten, die aus Erdöl hergestellt werden. In diesen können bedenkliche Stoffe stecken. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Herkömmliche Lippenstifte erhalten im Test schlechte Noten: 13 Mal die Note «ungenügend» und 1 Mal «ausreichend» hat die Zeitschrift «Öko-Test» vergeben (Ausgabe 3/2018).

Die Produkte wurden auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersucht. Naturkosmetik punktet üblicherweise bei den Warentestern, so auch dieses Mal: Sieben Mal wurde die Note «sehr gut» verteilt, ein als «natural lipstick» gekennzeichnetes Produkt erhielt die Note «befriedigend».

Die meisten konventionellen Lippenstifte basieren auf erdölbasierten Fetten, den sogenannten Paraffinen. In 12 der 14 nun getesteten Parraffin-Produkte stecken die sogenannten aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Diese können Stoffe enthalten, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

In allen Paraffin-Produkten hat das Prüflabor zudem die chemischen Verbindungen MOSH und POSH gefunden. Sie können sich zum Beispiel im Fettgewebe des Körpers und der Leber anreichern. Manche Farbstoffe können außerdem allergische Reaktionen auslösen.

Kritisch sind all diese Inhaltsstoffe laut «Öko-Test», da der Lippenstift beim Sprechen, Essen und Küssen von den Lippen abgeleckt wird.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Test-Lippenstifte im Handel sollten Frauen aus hygienischen Gründen nicht direkt am Mund testen. Bei der Auswahl hilft auch das Auftragen auf der Handinnenfläche. Foto: Daniel Karmann Farbe des Lippenstiftes auf Innenfläche der Hand testen Experten raten davon ab, Lippenstifte im Laden sofort am eigenen Mund auszuprobieren. Alternativ kann man die Farbe an der Hand auftragen. Eine Stelle eignet sich dafür besonders gut.
Parabene sind ein beliebter Konservierungsstoff für Kosmetika, aber bei Verbrauchern als potenziell krebserregend in Misskredit geraten. Foto: Andrea Warnecke Clean Cosmetic: «Nein» zu kritischen Stoffen Sie tragen ihren vermeintlichen Vorteil schon im Namen: Clean Cosmetics verzichten auf kritische Wirkstoffe. Aber sind sie deshalb wirklich besser für die Haut?
Wer wissen will, ob Silikon in einem Produkt ist, schaut auf der Verpackung nach. Foto: Julian Stratenschulte Endungen «icone» oder «iloxane» stehen für Silikone Silikone werden gerne in Kosmetika verwendet. Aber wofür braucht man sie eigentlich?
Fältchen gehören zum Alter dazu. Wer das nachlassende Wachstum der eigenen Hautzellen wieder ankurbeln will, kann zum Beispiel zu Produkten mit Retinol greifen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Richtige Hautpflege in den Wechseljahren Im Alter zwischen 50 und 60 wird der Hormonhaushalt im Körper umgebaut. Das hat Folgen, auch für die Haut. Einfach hinnehmen müssen Frauen die Veränderungen nicht. Die richtige Pflege und ein gutes Make-up verdecken Schweißperlen genauso wie Fältchen.