Wenn Bauernglatteis und Hopfenspikes zur Gefahr werden

20.09.2019
Zur Erntezeit sind vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Straßen. Da stockt schon mal der Verkehr und die Straßen werden verschmutzt. Der ADAC rät zu erhöhter Aufmerksamkeit.
Landwirtschaftliche Fahrzeuge können Erntereste und rutschigen Dreck auf der Fahrbahn hinterlassen. Foto: Jens Büttner/dpa-tmn
Landwirtschaftliche Fahrzeuge können Erntereste und rutschigen Dreck auf der Fahrbahn hinterlassen. Foto: Jens Büttner/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Herbstzeit ist Erntezeit. Für Auto- und Motorradfahrer bringen landwirtschaftliche Fahrzeuge einige Gefahren mit sich, warnt der ADAC. Sie hinterlassen oft Schmutz wie Erd- und Lehmklumpen auf Land- und Kreisstraßen.

Wird es nass, kann dadurch ein gefährlicher Schmierfilm auf der Fahrbahn entstehen. Dieses Bauernglatteis kann bei Auto- und Motorradfahrer gefährliche Rutschpartien verursachen.

Regional droht zudem Gefahr durch sogenannte Hopfenspikes. Diese gehäckselten Drahtreste entstehen bei der Hopfenernte. Zusammen mit Pflanzenresten als Dünger kommen sie wieder auf die Felder. Fallen sie beim Transport vom Anhänger auf die Straße, können sich die ein bis zwei Zentimeter großen Nadeln in Reifen bohren und gefährliche Unfälle verursachen.

Auch von den Fahrzeugen selbst geht Gefahr aus: Nicht immer sind die Fahrzeuge genügend gekennzeichnet und nachts ausreichend beleuchtet. Und die meist längeren und breiteren Landmaschinen und Traktoren mit Anhängern ragen oft in den Gegenverkehr hinein. Das kann beim Ausweichen und Überholen riskant werden, so der ADAC. Zum Rechtsabbiegen müssen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge häufig über die Fahrbahnmitte hinweg ausholen, um die Kurve zu nehmen.

«Präventiv sollten Auto- und Motorradfahrer die Geschwindigkeit drosseln und riskante Überholmanöver vermeiden», so ein ADAC-Sprecher.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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